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Im Herbst serviert Sternekoch Marco Müller aus dem RUTZ Restaurant und Weinbar gern Wild mit Pilzen. Jäger Jörn Körte bringt ihm Rehrücken und Damwildfleisch aus der Schorfheide – und frisch gesammelte Maronen.
Marco Müller zeigt bei zibb, wie man Pilze am besten sammelt, putzt und gart, welches Wildfleisch sich zum Braten, Kochen, Schmoren eignet und führt seine Lieblingsrezepte vor. Und Garmethoden, bei denen die Pilze ganz bestimmt aromatisch und das Wildfleisch garantiert zart und rosa werden.
Pilze
Schon beim Sammeln ist es sinnvoll, vor allem die kleinen, festen Pilze zu sammeln und ein Stück vom Stiel stehen zu lassen – dann ist später weniger zu putzen. Dabei auf keinen Fall die Pilze in Wasser tauchen, sie saugen es sonst auf. Nur mit einer Bürste oder einem weichen Lappen abreiben. Bei größeren Maronen oder Steinpilzen die schwammigen Lamellen mit einem Messer herauslösen. Bei den kleineren ist alles gut essbar. Beim Braten darauf achten, dass die Pilze gut Platz in der Pfanne haben, damit sie gleichmäßig bräunen und garen. Am besten findet Marco Müller die selbst gesammelten Waldpilze, weil viele Zuchtpilze wenig Aroma haben. Wer Pilze kauft, sollte auf Qualität achten.
Wildfleisch
Wer Wildgeschmack noch wenig kennt, kann zum Beispiel erst einmal die edleren, kleineren Teile probieren, zum Beispiel Rehfilet oder -rücken. Die fetteren, etwas groberen Stücke wie Schulter lassen sich auch gut beizen oder einlegen. Geschmacklich nötig ist das nicht, denn Wild hängt ja heute nicht mehr monatelang im Keller. Marco Müller lässt kleinere Wild-Stücke nur etwa eine Woche abhängen oder lagern, Schultern und andere größere Teile etwa 14 Tage.
Beitrag von Corinna Meyer












