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Es gibt viele Klischees über unser Lieblingsgetränk. Vier Tassen Kaffee am Tag trinkt im Durchschnitt jeder Deutsche, 75 Prozent mit Milch, 43 Prozent nehmen zusätzlich noch Zucker. Aber wieviel Koffein darf nun am Tag getrunken werden?
Denn übermäßiger Koffeingenuss vergiftet den Körper: Das Herz pocht. Schweißausbrüche, Übelkeit und Schwindelgefühl können folgen. Dabei ist Espresso, wie viele irrtümlich glauben, keine Koffeinbombe (50mg). Eine Tasse Filterkaffe enthält mehr Koffein (ca. 100mg). Die Wahrheit über Kaffee: Was steckt drin, was ist schädlich?
Zubereitung und Aufbewahrung
Er sollte frisch gemahlen und frisch aufgebrüht sein und gefiltert. Durch die stärkere und längere Röstung hat der Espresso weniger Säure und ist magenschonender als herkömmlicher Kaffee. Zur Aufbewahrung: Bohnen sind nur eine Woche richtig frisch, man sollte sie in einer luftdichten Dose aufbewahren, nicht im Kühlschrank, da wird er feucht.
Kaffee oder Espresso?
Der Espresso schmeckt zwar kräftiger, er hat aber etwa nur halb so viel Koffein wie normaler Filterkaffee. Das liegt am feinen Mahlgrad und der stärkeren Röstung. Außerdem spielt die Zubereitung eine Rolle: das Espressopulver kommt nur für sehr kurze Zeit mit heißem Wasser in Berührung, dadurch werden zwar viele Aromen gelöst aber weniger Koffein. Wer also mehr Koffein zu sich nehmen will, der sollte sich eher für den Filterkaffee entscheiden.
Koffein
Das Koffein hat eine belebende Wirkung, genau genommen macht es nicht wach, sondern hält uns wach. Das geht so: wenn das Gehirn auf vollen Touren läuft, schüttet es einen Stoff namens Adenosin aus. Adenosin dockt an verschiedenen Stellen an und signalisiert dem Gehirn: mach langsamer! die Folge: wir werden müde. Koffein unterbricht diesen Ablauf, weil es genau dort andockt, wo das Adenosin andockt, dadurch bleiben wir länger leistungsfähiger und wacher.
Gesundheit
Alles was über 300mg hinausgeht, das entspricht etwa vier Tassen, ist zuviel. Es muss immer klar sein: Kaffee ist ein Genussmittel und sollte in Maßen genossen werden, lieber gute Qualität und weniger, heißt 3-4 Tassen höchstens. Denn was ihn gesundheitsschädlich machen kann, ist, dass er ein Kalziumräuber ist und das geht unter Umständen auf die Knochen. Deshalb warnt die Osteoporosegesellschaft vor einem übermäßigen Verzehr.
Zu Gast im Studio: Vera Spellerberg, zibb-Ernährungsberaterin.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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