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Mi 04.07.12 18:30

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Erfrischungsgetränke im Test

Steigende Temperaturen, Sonne satt, da steigt die Lust auf eiskalte Erfrischung auch von innen. Für viele ist Wasser auf Dauer zu langweilig.

Deshalb gibt's jedes Jahr neue trendige Durstlöscher. Doch was steckt da eigentlich so drin? Ökotest hat jetzt 56 Neulinge und Klassiker näher untersucht.

Welche Getränke wurden getestet?

Enegrydrinks, Wässer mit Fruchtgeschmack, Saftgetränke, Bubble-Teas, Eistees und eine Menge Getränke, die in keine Schublade passen. Die Tester haben eingekauft: Getränke kleiner Kultmarken, ungewöhnliche Geschmacksvarianten oder auch Klassiker wie Bluna oder Orangina, ergänzt durch Discounter-Produkte und Getränke aus dem Bioladen.

Der Test

Die Tester haben den Zuckergehalt untersucht und nach Schadstoffen gefahndet. Auch die Kennzeichnung wurde bewertet.

Wie wurde bewertet?

Ein alkoholfreies Getränk soll den Durst stillen, keine Schadstoffe enthalten und mit möglichst natürlichen Zutaten erfrischen. Ja mehr Zucker und Schadstoffe in den Produkten stecken, desto schlechter fällt auch das Gesamtergebnis aus.

Die Ergebnisse in Kürze

Die Tester haben 56 Getränke getestet, nur 10 sind gute oder sehr gute Erfrischungen. Zucker ist das Hauptproblem. Etwa 50 Gramm Zucker stecken in einem Liter Apfelschorle mit 40 Prozent Saft. Als Faustregel gilt: Süßer sollte eine Erfrischung auf keinen Fall sein, sonst löscht sie den Durst nicht mehr richtig. Nur wenige der getesteten Getränke kommen unter diese Grenze. ´

Ein durchweg katastrophales Abschneiden bescheinigen die Tester den Energydrinks, sie enthalten zu viel Zucker und oft nur unzureichende Warnhinweise vor möglichen unerwünschten Wirkungen. Zuckerspitzenreiter: Rockstar Energydrink und Schwarze Dose 28 Acai mit bis zu 136 bzw. 143 Gramm Zucker pro Liter. Das entspricht 45,3 bzw. 47,7 Würfel Zucker auf einen Liter, so die Tester. Aber nicht nur der hohe Zuckergehalt ist problematisch, auch wegen anderer Inhaltsstoffe gab es Abwertungen. Besonders wenn die Getränke mit Alkohol gemischt werden oder bei intensivem Sport getrunken werden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung Warnhinweise, die besagen, dass es zu "unerwünschten Wirkungen" kommen kann. Warnhinweise auf den Dosen sind fast nie so deutlich formuliert.

Bei den Bubble-Teas gab es immerhin zwei befriedigende. Aber alle fanden die Tester als Erfrischungsgetränk zu süß und einige enthielten den Farbstoff Tartrazin. Außerdem gibt's Probleme mit der Auflistung der Zutaten: Werden Farbstoffe verwendet, muss das auf der Karte oder einem Schild an der Ware stehen. Werden Azo-Farbstoffe wie das problematische Tartrazin eingesetzt, muss es einen Warnhinweis geben. Denn diese Stoffe stehen im Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinträchtigen.

Dass es auch anders geht, zeigen einige Eistees, hier schneiden die Bio-Produkte mit gut bis sehr gut ab. Auch bei den Limonaden und sonstigen Getränken erzielen die Bio-Marken meist gute Ergebnisse. Denn so die Tester: einigen herkömmlichen Produkten wird geschmacksmäßig mit Stoffen aus dem Labor auf die Sprünge geholfen. Reine Frucht steckt nur drin, wenn auf der Zutatenliste auch tatsächlich von Saft oder von Extrakten die Rede ist.

Beitrag von Susanne Stein

Dieser Text gibt den Sachstand vom 04.07.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Öko-Test

Alle detaillierten Testergebnisse im aktuellen Heft Öko-Test 7/2012.

www.oekotest.de

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