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Gesunde Herbstfrüchte braucht man nicht im Supermarkt zu kaufen. Sie wachsen am Wegesrand. So wie Holunderbeeren oder die Früchte des Weißdorns, beides sogenannte Feldgehölze. Aus beiden lassen sich leckere Marmeladen oder Tees zubereiten, aber auch Saft oder Likör.
Die schwarzen Beeren des Hollunders
Ob man ihn Holunder nennt, Holler oder Flieder, die Beeren dieses Strauches sind gesund. Sie enthalten viel Vitamin C und Vitamin A, Eisenund Zink, außerdem noch Glykoside und ätherisches Öl. Bei Erkältungen wirkt Holunderbeersaft schweißtreibend und fiebersenkend. In ungesüßten Zubereitungen kann man ihn zur Verdauungsregulation und Blutreinigung einsetzen.
Für die Verarbeitung von Holunder nur die schwarzvioletten Beeren verwenden. Unreife Beeren enthalten eine Substanz, die Übelkeit und Erbrechen hervorrufen kann.
So lässt sich Holunderbeersaft zubereiten:
Wer keinen Entsafter hat, gibt die Beeren – die zuvor mit einer Gabel von den Dolden befreit wurden – mit etwas Wasser in einem Topf. Nach ca. 15 Minuten Kochzeit sind die Beeren weich und können durch ein Tuch ausgepresst werden. Anschließend noch einmal mit Zucker erhitzen (je Liter Saft bis zu 200 Gramm Zucker für Saft und 1 Kilo Zucker für Sirup.)
Saft und Beeren lassen sich vielfältig weiterverarbeiten, zu Likör und Gelee, Marmelade und Kompott. Oder zu Fliederkreude, einer uckermärkischen Spezialität: Der dick eingekochte Holundersaft dient als Brotaufstrich oder zum Verfeiern von Soßen für Fisch oder Wild.
Weissdorn ist gut für unser Herz
Weiss sind im Frühjahr seine Blüten, im Sommer werden die Früchte grün, jetzt im Herbst haben sie sich rot gefärbt. Seinen Namen bekam der Strauch jedoch durch seine hellen spitzen Dornen.
Vom Weissdorn gibt es viele Geschichten zu erzählen. Die vom keltischen Zauberer Merlin, der bis an Ende aller Zeit unter einem Weissdornbusch schlummern soll oder die, dass gute Feen in ihm zu Hause sind und deshalb früher Kinderbetten aus Weissdornholz geschnitzt wurden.
Wertvolle Substanzen im Weissdorn sorgen dafür, dass der Herzmuskel kräftiger wird. Sie regen die Durchblutung an und regulieren den Herzrhythmus. Weissdorn gibt es getrocknet als Tee, als Tinktur, Saft oder auch als leckere kulinarische Abwechslung:
Rezept für Weissdornpesto (Zutaten für 4 Portionen)
500 g Weißdornfrucht
125 g Parmesan
25 g Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
125 g Olivenöl
Salz/Pfeffer
Die Weißdornfrüchte mit wenig Wasser weich dünsten und durch ein Sieb streichen, damit die Masse von den Kernen befreit wird. Dann den Parmesan und die gehackten Pinienkerne dazu geben. Nach Geschmack mindestens zwei gequetschte Knoblauchzehen dazu geben. Zum Schluss das Olivenöl langsam dazugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken.












