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Marzipan - die süßeste Versuchung in der Weihnachtszeit. Und dabei auch noch ein äußerst gesundes Naturprodukt. Nur Mandeln und Zucker kommen in den Teig. Im Idealfall. Denn: Manche Hersteller schummeln und sparen an den gesunden Mandeln. Wie man gutes Marzipan erkennt und was man daraus alles zaubern kann, verrät zibb-Ernährungsexpertin Vera Spellerberg.
Der Ursprung des Marzipans liegt im Orient. Vor rund 1.000 Jahren kam ein gewitzter Perser auf die Idee, zu den dort beliebten Zutaten Mandeln und Rosenwasser Zucker hinzuzufügen, Daraus formte er das sogenannte Haremskonfekt. Seefahrer brachten die edle Süßigkeit mit nach Europa, wo es sie zunächst nur in der Apotheke gab. Sie galt als wirksame Arznei gegen Verstopfung und Impotenz.
1806 gründete Johann Georg Niederegger in Lübeck seine Marzipanmanufaktur – zeitgleich machte ein Schweizer dasselbe im heutigen Tallinn. Wer der wirklich Erste war, darüber wird noch immer gestritten. Heute stellt das Unternehmen Niederegger bis zu 30.000 Kilo Marzipan pro Tag her und beliefert die ganze Welt. Und: Es ist nach wie vor in Familienhand. Inzwischen in der 7. Generation. Das Edelmarzipan aus Lübeck enthält besonders viele Mandeln und nur maximal 30 Prozent Zucker.
Und die Mandeln machen das Marzipan richtig gesund. Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Diese können schädliches Cholesterin im Blut reduzieren und schützen vor Ablagerungen in den Arterien. Außerdem enthalten Mandeln viel Vitamin E - gut für Zellen, Nerven und Immunsystem. Aber Vorsicht: Marzipan bleibt ein kalorienreiches Vergnügen. Rund 490 Kalorien stecken in 100 Gramm.
Marzipanhonig
300 g Rapshonig (Imkerhonig verwenden)
200 g Marzipanrohmasse (57% Mandelanteil)
1 Msp. Zimt
1 Orange unbehandelt (Schale abreiben)
½ Orange auspressen
100 g gehackte, geröstete Walnüsse
Zubereitung:
Honig, Marzipan, frisch gepressten Orangensaft, Zimt und abgeriebene Orangenschale mit einem Kochlöffel kräftig glattrühren bis alle Zutaten zu einer glatten Masse werden. Danach die gehackten und leicht gerösteten Wallnüsse unterheben und in der Masse verteilen. Der Marzipanhonig kann als Brotaufstrich gegessen oder ins Müsli gerührt werden.
Marzipanhappen
12 entsteinte, getrocknete Datteln
12 getrocknete Feigen
100 g Marzipan
50 g weiße Schokolade (Kuvertüre)
50 g dunkle Schokolade (Kuvertüre)
Zubereitung
Die entkernten Datteln jeweils mit einer kleinen Portion Marzipan füllen und mit dunkler, geschmolzener Schokolade verzieren. Aus den getrockneten Feigen kleine Schalen formen, mit geschmolzener weißer Schokolade füllen und jeweils eine kleine Marzipankugel daraufsetzen. Alles über Nacht kühl stellen.
Beitrag von Christine Schaller





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