Service - Urgetreide voll im Trend

Einkorn, Emmer, Dinkel und Co. wurden schon vor 10.000 Jahren angebaut, dann aber von den neueren Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste verdrängt. Doch jetzt feiert das Urgetreide sein Comeback. Es erweitert die Geschmackspalette, ist dazu noch gesund.

Emmer, Einkorn, Khorasan- auch unter dem Handeslsnamen Kamut bekannt, Zweikorn, Rotweizen und Dinkel wurden zum Teil schon vor 10000 Jahren angebaut. Das Getreide stammt aus Mesopotamien, fand seinen Weg nach Europa und gehört seitdem zum festen und wichtigen Bestandteil  unseres Speiseplans. In jüngster Zeit ist gerade Weizen schwer in Verruf gekommen, weil immer mehr Menschen unter Zöliakie und oder Gutenunveträglichkeit bzw. -sensivität leiden oder zu leiden glauben.  Einige Experten vertreten die Ansicht, dass diese Unverträglichkeiten ihren Ursprung in unseren modernen Züchtungen, dem modernen Hochleistungsgetreide  haben. Bewiesen ist das nicht, es gibt hierfür keine Studien. Die alten Getreidesorten sollen hingegen für Menschen mit Glutensensivität zumindest verträglicher sein.

Urgetreide wird heute wieder in kleinerem Umfang angebaut, zumeist in Süddeutschland und unter kontrolliert biologischen Bedingungen. Auch das könnte ein Grund dafür sein, warum es teilweise besser vertragen wird. Urgetreidesorten tuen sich aber insbesondere durch ihren würzig-nussigen Geschmack hervor. Bäcker, die mit Urgetreide backen, verwenden zudem nur natürliche Zutaten, auch dies könnte ein Grund für die bessere Verträglichkeit diese Backwaren sein.

Zu Gast im Studio:
Stefan Keller, Bäckermeister, Brotsommelier, Lebensmitteltechniker aus Bingen

Beitrag von Ute Müller-Schlomka