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Wenn der Hunger nagt, sind sie eine schnelle Alternative zu Selbstgekochtem: Tiefkühl-Fertiggerichte. Über die Hälfte aller Deutschen greift hin und wieder gerne dazu.
Doch ist das industriell hergestellte Essen aus der Tüte auch gesund und lecker? Die Stiftung Warentest hat 24 Nudelpfannen auf Geschmack und Inhaltsstoffe untersucht.
Insgesamt vier verschiedene Nudelgerichte haben die Tester geprüft: Bami Goreng, Nudelgerichte mit Hähnchenfleisch, Nudelgerichte mit Spinat Gorgonzola und Tortellini mit Käse-Sahne-Sauce. Sie alle wurden u.a. auf Geschmack, Geruch, Aussehen, Mundgefühl, chemische Qualität, ernährungsphysiologische Qualität, Schadstoffe und Zusatzstoffe untersucht.
Die Überraschung: Fünf Gerichte (alle sind von Frosta und Iglo) schmecken fast so gut wie selbstgemacht. In der sensorischen Prüfung bekommen sie ein „sehr gut".
Bei den Gerichten mit Hähnchenfleisch stammt das Beste von Frosta, gefolgt von Iglo. Dann gab es in der Gruppe noch zweimal „befriedigend", nämlich für die Nudel-Hühnchenpfanne von eismann und das „Geschnetzelte Zürcher Art" von apetito. „Ausreichend" war die „Penne mit Hähnchenbrust" von real. Hier bemängelten die Prüfer eine kleistrige Soße, trockenes Fleisch und fade Pilze.
In der Gruppe von Bami Goreng konnte wieder Frosta am meisten überzeugen, aber auch bofrost, Ökoland, Iglo und die Produkte von Aldi Nord und Lidl waren gut. „Mangelhaft" bekam dagegen das Bami Goreng von Jütro. Die Prüfer kritisierten unter anderem aufgeweichtes, alt schmeckendes Fleisch, einen untypischen Geschmack nach Brühe, Wirsing und Lauch und faserige, holzige Bambussprossen.
Auch bei den Tortellini-Gerichten gab es einen Verlierer: Das Produkt von Aldi „Mama Mancini Tortellini Käse-Sahne" bekam ein „mangelhaft", weil die Tester Schweinefleisch in der Füllung fanden, obwohl „mit Gemüsefüllung" auf der Packung steht und Fleisch auch nicht auf der Zutatenliste auftaucht. Das ist besonders für Vegetarier sehr ärgerlich.
Bei den Nudelgerichten mit Spinat-Gorgonzola schnitten die Produkte von Iglo und Jütro am besten ab.
Kaum Zusatzstoffe:
Viele Verbraucher glauben, dass Fertiggerichte voller Zusatzstoffe stecken, doch die Stiftung Warentest fand jetzt heraus: Zwei Drittel der getesteten Produkte enthalten keine Zusatzstoffe. Gute Qualität braucht offenbar keine Aromastoffe: Elf Gerichte mit guter Gesamtnote kommen ohne sie aus.
Eine weitere positive Nachricht: In Fertiggerichten stecken nicht zwangläufig weniger Vitamine als in Selbstgekochtem. Da das Gemüse meist direkt nach der Ernte gefrostet wird, kann es sogar mehr Vitamine enthalten als mehrere Tage zuhause gelagertes. Allerdings enthalten die meisten der getesteten Gerichte sehr viel Salz. Eine Portion liefert oft schon mehr als die Hälfte der tolerierbaren Tagesmenge an Salz. Tipp: Wer auf eine salzarme Ernährung achtet, sollte etwas ungewürztes Tiefkühl-Gemüse dazu geben.
Große Unterschiede gibt es beim Fettgehalt. Er reicht bei den getesteten Produkten von 5 bis 32 Gramm pro 400-Gramm-Portion. Wenn zusätzlich laut Zubereichtungshinweis Öl oder Sahne zugegeben werden soll, kann sich der auf der Packung angegebene Fettgehalt schnell verdoppeln. Wer Fett sparen möchte, sollte lieber einen statt zwei Esslöffel Öl dazugeben oder fettreduzierte Kochsahne statt Sahne nehmen.
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