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Das Kreuzworträtsel feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Am 21. Dezember 1913 erschien es zum ersten Mal in der Weihnachtsbeilage der Zeitung "New York World", erfunden vom Journalisten Arthur Wynne. Der Hamburger Stefan Heine, selbst Rätselautor, ist zu Gast bei zibb.
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100 Jahre Kreuzworträtsel
Auch wenn so Manches ein Rätsel bleibt, ausgerechnet für die Geschichte des Kreuzworträtsels gilt das nicht. Es ist kurz vor Weihnachten 1913. Der Journalist Arthur Wynne soll sich für die Weihnachtsbeilage der "New York World2 einen Zeitvertreib ausdenken. Seine Rätsels Lösung: Ein Wortspiel aus 31 Suchbegriffen, in Rautenform. Die Amerikaner verlieben sich sofort in das Kästchendenken.
Gut ein Jahrzehnt später erreicht es erstmals Deutschland: In der Berliner Morgenpost, November 1924. Wenig später bricht bei uns ein regelrechtes Fieber aus. Besonders beliebt: Figurenrätsel, bei denen man ein Lösungswort finden muss. Ende der Zwanziger Jahre kommen die ersten Rätselzeitschriften auf. Jetzt wird’s richtig kniffelig. Immer neue Formen entstehen, an denen sich die Kreuz- und Querdenker abmühen. 1968 findet sogar ein Wettbewerb statt. Die drei besten kämpfen um den Titel des Deutschen Kreuzworträtselmeisters. 300 Fragen im Rennen gegen die Stoppuhr.
Bis weit in die 90er Jahre ist das Rätselmachen hauptsächlich Kopf- und Bastelarbeit.Dann hilft erstmals der Computer beim gestalten und Worte finden. Heute füllt jeder zweite Deutsche regelmäßig leere Kästchen. Für Leidenschaftliche gibt’s hunderte verschiedener Kreuzworträtselhefte. Aber auch Tageszeitungen und Zeitschriften sind ohne diese Knobeleien nicht denkbar. Neu hinzu kommt das Kreuz mit den Rätseln auch in digitaler Form. Etwa fürs Tablet oder Smartphone. So ist der Siegeszug des Kreuzworträtsels auch nach 100 Jahren noch lange nicht zu Ende.
Rätselmacher Stefan Heine
Stefan Heine ist der bekannteste Rätselmacher Deutschlands. Quasi der Rätsel-Papst.
Ein Zufall brachte ihn vor fast 20 Jahren dazu, sich erstmals mit Rätseln zu beschäftigen.
Seitdem hat der 44-Jährige seinen Beruf zu seinem Hobby gemacht. Und er hat damit Erfolg!
Heute beschäftigt seine Rätselschmiede vier Angestellte, mit denen er weltweit rund 400 Zeitungen und Zeitschriften, Print- und Onlinemedien mit Rätseln aller Art versorgt.
Stefan Heine liefert sie direkt in das Redaktionssystem der Kunden - und gleichzeitig ins Internet, auf Smartphones und Tablets. Besonders begeistert ist er vom Logik-Rätsel Sudoku, zu dessen Erfolg in Deutschland Heine maßgeblich beigetragen hat. Er ist Trainer der Sudoku-Nationalmannschaft und Sudoku-Weltmeister 2010 und 2011.
Seit einigen Jahren ist der Hamburger auch Verleger: Heines Rätselbibliothek umfasst bereits 38 Bände. Ein Ende ist hier noch lange nicht in Sicht, denn in seinem Kopf spuken immer neue Ideen für Rätsel, Rätsel, Rätsel.
Beitrag von Michael Großmann









