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Mo 23.01.12 18:30

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Die richtige Ski-Ausrüstung

Für viele Berliner und Brandenburger heißt es an diesem Wochenende: Winterferien - ab in den Skiurlaub! Welche Ausrüstung brauchen Wintersportler, welche neuen Trends gibt es bei den Abfahrtsskiern?

Auch wichtig: wie kommen Skifahrer gut, möglichst unfallfrei und - für alle Fälle - gut versichert durch die Winterferien? Wir fassen bei unserem zibb-Service die wichtigsten Tipps für den Skiurlaub zusammen.

Neuer Typ von Abfahrtski

Die Stiftung Warentest hat ganz aktuell Damenski getestet. Dabei haben Sie auch einen relativ neuen Typ von Skiern unter die Lupe genommen: Sie heißen Rocker, sind oft etwas breiter als die bisher üblichen Ski. Und die Enden der Rockerski sind etwas nach hinten aufgebogen. Der gesamte Ski ist etwas flacher, weniger gespannt als zum Beispiel Carverski. Die elf getesteten Ski haben alle recht gut abgeschnitten. Jeder sollte dennoch selbst genau beim Kauf darauf achten, welche Art von Ski am besten zu ihm oder ihr passt, denn manche Ski passen besser zu gemütlichen und Gelegenheitsfahrern, andere eignen sich besser für wirklich sportliche und schnelle Fahrweise.

Ausrüstung für Alpinskifahrer

Immer mehr Skifahrer sind so vernünftig und setzen Skihelme auf. Für Kinder und Jugendliche sind sie in manchen Skigebieten sogar vorgeschrieben. Im Test haben die meisten Helme als sicher abgeschnitten. Gute Helme gibt es schon ab rund hundert Euro. Sie bieten also einen guten Schutz - und halten dabei den Kopf schön warm. Wichtig ist aber auch hier die Passform, also: in Ruhe selbst anprobieren, ob der Helm auch bequem sitzt. Und am besten gleich die Skibrille dazu kaufen bzw. beides aufeinander abstimmen. Bei Skibrillen gibt es inzwischen mehrere Modelle mit austauschbaren bzw. aufsetzbaren Gläsern, wenn die Lichtverhältnisse sich ändern. Wer eine optische Brille trägt, muss allerdings genauer hinsehen. Denn es gibt zwar viele Skibrillen, unter die eine Brille passt. Aber bei einem kurzen Halt auf der Piste beschlägt immer noch oft die Sichtbrille.

Tipps für Langlaufski

Aber es muss nicht immer nur bergab gehen: Ski-Langlauf ist auch in Berlin und Brandenburg möglich - wenn mal Schnee fällt und auch liegen bleibt. Die Stiftung Warentest hat kürzlich Langlaufski unterschiedlicher Typen getestet und auch hier fast durchgehend annehmbare Ergebnisse erhalten. Wichtig dabei: Jeder sollte sein Können, seinen Fahrstil und die Umgebung kennen, in der er fährt. Denn dafür gibt es unterschiedliche Typen von Langlaufski: So genannte Cruiser - eher kurz uns breit - sind eher für Fahranfänger geeignet und lassen sich auch ohne Loipe auf jedem Gelände fahren. Sportliche Ski sind lang und schmal, eignen sich eher für ebensolche Fahrer und gespurte Loipen. Sie gibt es als „No Wax"-Ski oder als gewachste Ski, die der Nutzer aber auch gut pflegen muss. Für den modernen Skating-Stil, den auch Wettkämpfer fahren, gibt es wiederum eigene Ski, die Stöcke sind hier auch länger. Auch bei Langlaufski gilt übrigens: Erst einen gut passenden Schuh auswählen, dann die entsprechende Bindung dafür, dann zum Fahrstil passende Ski und Stöcke.

Der richtige Versicherungsschutz

Für einen sorgenfreien Skiurlaub ist neben einer gut funktionierenden und passenden Ausrüstung noch etwas wichtig: Falls doch mal ein Unfall auf der Piste passiert, sollten Sie sich auch ausreichend und richtig versichern.

Mehr als 40.000 Deutsche verletzen sich jedes Jahr beim Skifahren. Deshalb sollte jeder Winterurlauber gut versichert sein: Für alle, die außerhalb Deutschlands Ski fahren, übernimmt eine Auslandskrankenversicherung die Kosten der medizinischen Behandlung vor Ort. Die private Hafpflichtversicherung greift, wenn ein Skifahrer am Sturz eines anderen schuld ist. Und die Unfallversicherung bezahlt die Bergung des Verletzten - so eine Rettung per Hubschrauber kostet schließlich schnell mehrere Tausend Euro.

Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollten Sie aber genau gucken, was Sie brauchen und welche Bedingungen Ihnen wichtig sind. Finanztest hat gerade mehr als 300 Unfallversicherungen von allen deutschen Anbietern verglichen. Dabei haben zwei Tarife der Swiss Life und einer der Interrisk am besten abgeschnitten. Sie kosten zwischen 230 und 330 Euro für Männer in ungefährlichen Berufen. Es gibt aber auch mit "gut" bewertete Angebote für etwa 130 Euro.
Wer eine Unfallversicherung abschließen möchte oder bereits eine hat, die er auf den Prüfstand stellen will, sollte einiges beachten:

Die Versicherung sollte weltweit gelten und bereits bei kleineren Beeinträchtigungen greifen - z.B. wenn der Verletzte zwei Prozent invalide wird durch den Verlust einer Zehe. Auch wichtig: Die so genannte Progression, die bei schwerer Invalidität ein Vielfaches der Versicherungssumme zahlt. Außerdem natürlich ein vernünftiger Preis.

Tipps für Skiurlauber

Alle Winterurlauber sollten noch einige weitere Tipps und Regeln beherzigen: Auf der Piste oder Loipe Rücksicht auf andere Sportler nehmen, auf Vorfahrt und Schwächere achten. Nicht an unübersichtlichen Stellen anhalten und nach einem Halt auch rücksichtsvoll wieder anfahren. Auch wichtig: Nur ausgeruht und fit auf die Piste, also jetzt vor dem Skiurlaub möglichst wenigstens ein wenig Sport oder Skigymnastik machen. Warm genug anziehen und an den richtigen Sonnenschutz für Haut und Augen denken. Dann: Viel Spaß!

Dieser Text gibt den Sachstand vom 23.01.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Stiftung Warentest

Alle Tipps für den Winterurlaub hat die Stiftung Warentest in ihrem Online-Auftritt zusammen gefasst.

www.test.de

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/zibb/service/lifestyle/die_richtige_ski_ausruestung.html

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