Aida Kreuzfahrt-Schiff (Bild: dpa)

Service - Kreuzfahrt ins Glück

Fast zwei Millionen Menschen sind allein im vergangenen Jahr an Bord gegangen - sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zuwächse bei Hochseekreuzfahrten sind sogar zweistellig.

Doch nach wie vor gilt auch bei Kreuzfahrten: Hauptsache billig. 59 Euro für 3 Tage Ostsee - ist das noch seriös? Antworten gibt es bei zibb.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Zahl der Kreuzfahrt-Passagiere verdreifacht. Auch die Havarie der Costa Concordia vor eineinhalb Jahren konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen. Wir erinnern uns: Am 13. Januar 2012 saßen die 3.200 Passagiere an Bord der Costa Concordia gerade beim Abendessen, als das Schiff mit einem Felsen vor der italienischen Insel Giglio kollidierte. Die meisten konnten gerettet werden, aber 32 Menschen starben, darunter zwölf Deutsche und auch ein Ehepaar aus Adlershof. Noch heute liegt das Schiffswrack mit 65 Grad Schlagseite auf Grund.

Doch ist eine Schiffsreise trotzdem sicher? Der zibb-Experte Uwe Bahn sagt Ja. So gelten seit dem Unglück neue Sicherheitsregeln für die Branche. Die Rettungsübung muss jetzt schon vor Abfahrt des Schiffes stattfinden, nicht wie bisher innerhalb der ersten 48 Stunden. Zusätzliche Rettungswesten sind Pflicht. Außerdem muss die Crew halbjährlich zum Sicherheitstraining.

ADAC testete 10 Kreuzfahrt-Riesen

Der ADAC hat in einer Stichprobe Kreuzfahrt-Schiffe getestet. Grundsätzlich sei diese Art des Reisens sicher, so das Urteil. Aber: Die Tester entdeckten auch gravierende Sicherheitsmängel - wie offene Schotten bei der Hälfte der getesteten Schiffe. „Offene Schotten können schwerwiegende Folgen haben, wenn etwa ein Schiff Leck schlägt, Wasser eintritt und sich schnell und unkontrolliert im Rumpf ausbreitet", kritisierten die ADAC-Tester. Bei vier Schiffen beanstandeten die Tester auch die Rettungsübungen: Diese seien zu oberflächlich gewesen oder es seien nicht alle Passagiere zusammengerufen worden. Zudem seien Rettungswesten oder -inseln teils verschlossen oder festgebunden gewesen.

Im Trend: Reisen mit Stars

Der neueste Trend bei Kreuzfahrern: mit dem Lieblingsstar auf hohe See gehen. In den USA ist das schon seit Jahren gängige Praxis. Die Heavy-Metal-Band „Kiss" etwa unternimmt regelmäßig mit Fans Kreuzfahrten. Und die Deutschen machen's nach. Eine siebentägige Heavy-Metal-Kreuzfahrt kostete Anfang Mai zwischen 1.300 und 1.600 Euro - Alkohol und Live-Auftritte der Lieblingsbands inklusive. Übrigens: Wer es ein bisschen melodischer mag, der kann auch mit Helene Fischer oder Udo Lindenberg das Schiff entern.

Spezial-Kreuzfahrten für jeden Geschmack

Wer zum ersten Mal eine Kreuzfahrt bucht, fühlt sich womöglich erschlagen von der Vielfalt der Angebote. Das eine Schiff ist spezialisiert auf Wellness, das andere auf tolle Shows. Als kleine Hilfestellung hat Uwe Bahn in seinem aktuellen "Kreuzfahrt-Guide" eine Checkliste erstellt. 76 Seeschiffe und 36 Flussschiffe hat er dafür bewertet - nach Preis und Profil. Auch Informationen zum Dresscode finden sich in den Steckbriefen. Denn nicht immer müssen sich Passagiere glamourös kleiden. Das Spektrum reicht von sportlich über ungezwungen bis hin zu elegant.

Beitrag von Christine Schaller