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Wer schon einmal in einen Rechtsstreit geraten ist, weiß, wie teuer so etwas werden kann. Schutz vor hohen Kosten bieten Rechtsschutzversicherungen. Aber nicht in jedem Fall, warnt Michael Sittig von Finanztest.
Finanztest hat 54 Rechtsschutzversicherungen getestet. Das Ergebnis: Die Versicherer haben sich im Vergleich zum letzten Test deutlich gebessert. Es gibt jetzt mehr gute Tarife als noch 2009. Testsieger sind DAS Premium, HDI Direkt Rundum Sorglos und HDI-Gierling Rundum Sorglos. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet WGV Optimal - über 100 Euro billiger, aber fast genauso gut.
Rechtsschutz bleibt allerdings teuer: Rund 321 Euro pro Jahr müssen die Versicherten für ein Kombipaket aus Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Mietrechtsschutz bezahlen. Geld, das man sich sparen kann. Denn: Die Versicherer schließen ohnehin viele Rechtsfälle aus. Dazu gehören zum Beispiel das Baurecht oder auch das Familienrecht. Gerät man also darüber in einen Rechtsstreit, bleibt man trotz Versicherung auf den Kosten sitzen.
Viele Rechtsschutzversicherungen bezahlen jedoch neuerdings einen Mediator. Und das auch dann, wenn es um einen eigentlich von der Versicherung ausgeschlossenen Fall geht. Finanztest bewertet das positiv, denn so lässt sich ein teurer Streit vor Gericht, zum Beispiel um das Sorgerecht oder den Unterhalt, häufig vermeiden. Eine weitere positive Entwicklung sind die kostenlosen Anwalt-Hotlines, die inzwischen fast alle Versicherer anbieten. Viele Rechtsfragen erledigen sich so mit einem Anruf.
Beitrag von Christine Schaller
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/zibb/service/recht/wer_braucht_rechtsschutz.html