Mann am See; Quelle: rbb

Service - Online-Speicherdienste

Viele Bilder und Videos mit Freunden und Familien zu teilen ist mit einem einfachen E-Mail Account nicht möglich. Deshalb gibt es Online-Speicherdienste, die helfen können.

Sicher speichern im Netz?

Wird die Festplatte im Computer bald überflüssig? So genannte Online-Speicherdienste machen es möglich. Die Idee dahinter: Fotos, Filme, Texte oder E-Mails werden zentral einmal im Internet gespeichert. Und vom Tablet, Laptop oder Handy kann man überall und jederzeit darauf zugreifen. Gerade für Privatanwender ist das praktisch – und oft auch kostenlos. Die Stiftung Warentest hat jetzt 13 dieser Online-Speicherdienste untersucht.

Im Test: 13 Online-Speicherdienste

Die Stiftung Warentest hat in der August-Ausgabe von test (08/2013) 13 Online-Speicherdienste untersucht. Sechs Anbieter haben ihren Sitz in den USA, fünf in Deutschland und je einer in Irland und der Schweiz. Fast alle Dienste sind kostenlos. Die Dienste unterstützen ein  Backup in der Cloud und die Synchronisation verschiedener Geräte bzw. Zugangswege. Sie sind für Privatnutzer und bieten eine Desktop-Software für Windows sowie Apps für Android und iOS. Alle Dienste wurden von der Registrierung bis zur Kündigung verdeckt in Anspruch genommen, wobei möglichst der kostenlose Tarif gewählt wurde. Neben der Desktop- Software und den Apps (Tabletversion) wurde auch die produktbezogene Webseite der Anbieter einbezogen. Außerdem befragten die Tester die Anbieter zu ihren innerbetrieblichen Prozessen hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz.

Standort des Anbieters wichtig

Spätestens seit den Veröffentlichungen von Edward Snowden ist klar, dass die Amerikaner

einen anderen Umgang mit dem Datenschutz pflegen, als etwa die Deutschen.So wundert es nicht, dass die Stiftung Warentest in einer neuen Untersuchung feststellt: Wer seine Daten sicher bei einem Online-Speicherdienst aufbewahren will, um von verschiedenen Orten oder Medien aus darauf zugreifen zu können, sollte sich besser nicht in der amerikanischen Cloud bewegen. Dort können Ermittlungsbehörden sehr leicht auf Daten zugreifen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Daten von US-Bürgern handelt oder nicht. Bei einem europäischen Anbieter wäre man also besser aufgehoben. Sensible Daten, so die Stiftung Warentest in der August-Ausgabe von test, sollten in jedem Fall vom Nutzer verschlüsselt werden.

Keiner ist "gut"

Die 13 getesteten Online-Speicherdienste bieten zwischen 2 und 25 Gigabyte Speicherplatz an, der gegen Aufpreis erweiterbar ist. Allerdings: Keiner erhielt das test-Qualitätsurteil „gut“. Immerhin gab es aber einige „befriedigende“ Dienste. Vorn liegen Deutsche Telekom Mediencenter, Dropbox, LaCie Wuala und Trend Micro SafeSync. Da das Datenschutzverständnis in anderen Ländern mitunter ganz anders aussehen kann, empfehlen die Tester sicherheitsbewussten Nutzern, europäische Dienste zu wählen, die bei Sicherheit und Datenschutz immerhin ein bisschen besser abschnitten als die der US-Anbieter.

Beispiel: Dropbox einrichten und nutzen

Manche wollen ihre Urlaubsfotos am liebsten jederzeit und überall ansehen können – und sie auch mit Freunden teilen. Das geht sehr einfach, indem man sich zum Beispiel auf www.dropbox.com ein Konto für einen kostenlosen Online-Speicher einrichte.

Zunächst muss man sich auf der Startseite registrieren. Dazu gibt man einfach einen Namen, eine Emailadresse und ein Passwort ein. Anschließend stimmt man den allgemeinen Geschäftsbedingungen zu.

Nach nicht einmal einer Minute kann man beliebige Dateien auf einem eigenen Konto bei Dropbox hochladen. Kostenlos kann sie grundsätzlich bis 2 Gigabyte Daten hochladen. Egal ob als Fotos, Videos, Texte oder Emails.

Dabei sollte jedem Nutzer aber klar sein, dass vertrauliche Daten nicht in Online-Speicher gehören und mindestens vom Dienstanbieter uneingeschränkt gelesen werden können. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Daten mit kostenlosen Verschlüsselungsprogrammen wie Boxcryptor oder Cloudfogger vor dem Hochladen ins Internet zu verschlüsseln.

Nach der Registrierung bei Dropbox kann man sofort eigene Ordner anlegen und darin etwa Urlaubsfotos reinladen. Über das Internet kann man dann von überall darauf zugreifen – auch vom Arbeitsplatz aus und vom Smartphone.

Man kann die Fotos – oder jede andere Art von Datei – aber auch Freunden zugänglich machen. Dazu tippt man einfach deren E-Mailadresse ein und verschickt einen Link. Sogar mit Grußbotschaft. Und schon bekommen Freunde eine E-Mail mit dem Link, dem sie auf jedem Gerät mit Internetanschluss folgen können.

Der Test "Online-Speicherdienste" erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 26.7.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/cloud kostenpflichtig abrufbar.

Beitrag Michael Großmann

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