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Die rasante Skiabfahrt, der Sprung mit dem Fallschirm: Solche spektakulären Bilder lassen sich mit Hilfe von Action-Camcordern aus der Perspektive des Sportlers drehen. Befestigt an Fahrradlenker, Skihelm oder Surfboard halten die Minikameras jedes Abenteuer fest. Die Stiftung Warentest hat vierzehn Modelle geprüft.
Ein Action-Camcorder ist eine Minikamera für Sport und Freizeit. Sie ist kaum größer als eine Stirnlampe und kann an Helmen, Fahrradlenkern, Surfboards oder per Ohrclip direkt am Kopf befestigt werden. Sie filmt zum Beispiel die Abfahrt des Skifahrers aus dessen Perspektive und liefert dadurch sehr authentische, wenn auch wacklige Bilder. Im Gegensatz zu herkömmlichen Camcordern fehlt ihr die Bildruhe. Auch kann man damit nicht zoomen, sie hat eine feste Brennweite.
Die Stiftung Warentest hat 14 Action-Camcorder untersucht. Prüfungspunkte waren unter anderem die Qualität der Videos, Bildstabilisierung, Ton, Handhabung und Betriebsdauer. Die Preisspanne reicht von 114 bis 390 Euro.
Bei normalen Camcordern kann man gleichzeitig auf einem Display sehen, was man filmt. Bei den kleinen Action-Camcordern, die oft nicht größer als eine Streichholzschachtel sind, ist meist kein Platz für ein Display. Nur drei Modelle verfügen über einen Monitor. Bei den anderen muss man die Videos zur Bildkontrolle per WLan auf ein Smartphone senden. Das ist in der Praxis sehr hinderlich, weil man während der Abfahrt mit Kamera und Smartphone hantieren muss, um den richtigen Bildausschnitt auszuwählen. Vier Kameras im Test haben weder Monitor noch WLan. Ob die Kameraperspektive passt, lässt sich erst Zuhause am PC oder umständlich per Smartphone sehen: Dazu muss man die winzige Speicherkarte aus der Cam nehmen und in das Smartphone legen.
Für alle Camcorder im Test gilt: Je schneller die Bewegungen, umso schlechter die Bildqualität. Die besten Aufnahmen gelingen draußen bei Sonnenschein. Der Vergleich mit einer videotauglichen Spiegelreflexkamera verdeutlicht es: Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen lässt die Bildqualität der Actioncamcorder zu wünschen übrig.
Bei Dunkelheit werden die Videos grisselig.
Die schwächsten Bilder im Test lieferten die Modelle von Liquid Image und ATC. Note: ausreichend. Das gleiche Urteil gab es für die beiden Kameras von Polaroid. Hauptgrund war hier die schwierige Handhabung.
Alle anderen Action-Camcorder im Test haben verschiedene Stärken und Schwächen. Doch keiner kam über ein befriedigend hinaus.
Die besten Videos liefert die GoPro Hero 3 Black Edition. Fast gleich und günstiger: Das Schwestermodell GoPro White Edition. Auch die Drift Innovation HD Ghost liefert passable Videos und hat einen starken Akku. Für die Rollei Bullet 5 S WiFi sprechen ihr starker Akku und der abnehmbare Monitor.
Beitrag von Sina Krambeck












