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Ein falscher Click, und schwupps, hat sich die Computernutzerin ein Virus gefangen. Gute Virenschutzprogramme sollen davor schützen, Computerviren schon vor dem Herunterladen erkennen und blockieren.
Die Stiftung Warentest hat wieder Sicherheitssoftware und kostenfreie Virenschutzprogramme unter die Lupe genommen - welches schützt am besten vor Viren, Würmern und Trojanern? Welche verbrauchen am wenigsten Speicherplatz, funktionieren auch offline, sind am besten aktuell?
Die Stiftung Warentest hat 13 Programme zu Preisen zwischen 35 und 60 Euro getestet, dazu vier kostenfreie Virenschutzprogramme aus dem Internet. Viele Programme haben recht gut abgeschnitten: Die Bestnote ist 2,0 beim Testsieger, aber mehrere Programme liegen kurz dahinter. Wichtig war den Testern, wie gut das Programm schützt, wie gut der Datenscanner ist, ob das Programm selbst auch ohne Internetverbindung läuft. Achtung: Manche Programme schützen zwar gut, aber nur, wenn sie selbst online sind. Und einige belasten den Rechner spürbar, machen ihn langsamer oder brauchen viel Speicherkapazität.
Für manche Nutzer reicht ein gutes kostenfreies Schutzprogramm aus, andere möchten die noch bessere Schutzfunktion eines kostenpflichtigen Programms nutzen. Außerdem haben die kostenpflichtigen Internetsicherheitspakete nützliche Extras wie einen Phishing-Schutz, eine Kindersicherung oder die Möglichkeit, mit einer so genannten Sandbox zu surfen: In einem vom sonstigen Computersystem abgeschotteten Browser. Das erhöht die Sicherheit zum Beispiel beim Onlinebanking.
zibb stellt heute noch einmal einige der aktuellen Schadprogramme vor, darunter eines, das gerade ganz aktuell ist: Der „BKA-Trojaner“. Er gibt vor, eine Nachricht vom Bundeskriminalamt zu sein: die Nutzerin habe sich kinderpornographische Inhalte heruntergeladen und sei terroristisch aktiv. Sie müsse jetzt ein Bußgeld von 100 Euro zahlen – und zwar schnell. So lange sperre das BKA den Computer. Tatsächlich löscht das Virus sonst später alle Dateien. Immer noch verbreitet auch andere Versionen von "Malware", also Schadprogrammen: Plötzlich geht nichts mehr, ein Pop-up-Fenster besagt, die Windows-Lizenz sei gesperrt. Erst bei Anruf einer teuren Auslands-Telefonnummer erhält das Opfer einen Code, um die Lizenz frei zu schalten.
Oder: Ein Virus gibt sich selbst als Schutzprogramm aus. Die Kundin hat es sich nach einer Werbemail kostenlos heruntergeladen. Doch plötzlich die Nachricht: Angeblich sei der Computer mit vielen Viren infiziert. Sie soll schnell ein Programm kaufen, um den Computer wieder zu säubern. Auch das: Eine reine Abzockermasche!
Daher ist es unglaublich wichtig, dass Computernutzer immer sehr aufmerksam im Netz unterwegs sind. Viren verstecken sich nicht immer nur auf dubios aussehenden Sites "aus der Schmuddelecke", sondern auch auf Seiten seriöser Anbieter. Schadprogramme können überall lauern: Seien es verseuchte Seiten, verseuchte Werbeserver, Downloads harmloser Programme oder Links in Social Media-Angeboten. Auch Phishing ist nach wie vor verbreitet, also das Abfragen von PIN oder Passwörtern. Banken fragen nie Passwörter oder PINs per e-mail ab! Auch hier hilft fast nur, aufmerksam zu bleiben und bei einem Verdacht keine Links zu öffnen, keine Codes einzutragen etc.
Beitrag von Corinna Meyer













