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Die Glühlampe ist tot - es leben Energiesparlampe, Halogenlampe und LED. Doch die Auswahl wird immer größer, der Lampenkauf zur Wissenschaft. Immer neue Techniken, immer unverständlicher die Verpackungen.
Das perfekte Licht - zibb räumt das Lampen-Chaos auf.
Seit September 2012 sind die guten alten Glühlampen in der EU verboten. Im Handel sind jetzt nur noch Energiespar- und Halogenlampen sowie LED. Der altbekannten Glühlampe am ähnlichsten ist die Halogenlampe. Auch hier glimmt ein Faden, der Kolben ist allerdings mit Gas gefüllt, dadurch spart man etwa 30 Prozent Strom. Die Vorteile: Das Licht ist sofort an und hat eine warme Farbe. Sie ist allerdings aufgrund der eher geringen Stromersparnis vor allem für Bereiche geeignet, die selten beleuchtet werden.
Die Energiesparlampe hingegen spart etwa 80 Prozent gegenüber der alten Glühlampe. Es gibt sie inzwischen in vielen verschiedenen Formen, Farbtemperaturen und Helligkeiten. Manche leuchten genauso warm und hell wie die gewohnten Glühlampen. Und sie sind trotzdem für einen mittleren Preis von 2 bis 10 Euro zu haben. Der schlechte Ruf ist also unbegründet. Roman Zurhold von der Deutschen Energieagentur (dena): "Die Deutschen sind nie richtig damit warm geworden. Die Vorurteile stammen hauptsächlich aus der Zeit, als es wirklich noch keine guten Modelle gab."
Der Mercedes unter den Lampen sind die LED. Sie hält nahezu ewig, ist sofort hell und bietet warmes, angenehmes Licht. Zuhold warnt allerdings vor Billigherstellern. Sie halten nicht, was sie versprechen, sind oft schnell kaputt. Gute LED gibt es ab etwa 10 Euro.
Das perfekte Licht zuhause - und dann auch noch in allen Räumen. Knifflig. Abgesehen von der Helligkeit ist vor allem die Lichttemperatur entscheidend. Sie wird in Kelvin angegeben. Die alten Glühlampen hatten 2700 Kelvin. Je größer die Zahl, desto kühler das Licht. Grundsätzlich sollte man nach persönlichem Geschmack entscheiden, nicht nur nach Sparpotenzial, rät der Experte. So ist ein bläulich beleuchtetes Kinderzimmer wenig sinnvoll, für einen Hobby-Raum hingegen ist diese Art Licht vielleicht genau richtig. Entscheidend ist die Nutzung: In Räumen, die sehr selten genutzt werden, ist die Energiesparlampe nicht so gut aufgehoben. So ist es im Keller häufig kühl, dadurch wird die Energiesparlampe noch langsamer hell. Hier lieber auf Halogen setzen, sofern der Keller nicht durchgängig beleuchtet werden soll. LED sind immer dort angebracht, wenn das Licht länger brennt.
Wer im Baumarkt die richtige Wahl treffen will, muss allerdings erstmal die Verpackung lesen können. Wichtige Begriffe sind zum Beispiel Lumen (=Helligkeit), Kelvin
(= Farbtemperatur, also bläuliches oder gelbliches Licht), Schaltzyklen (= wie oft kann man die Lampe an- und ausschalten). Einfach Lumen in Watt umrechnen, das geht allerdings nicht, so Roman Zurhold. "Es gibt dafür keinen festen Faktor. Die Glühbirne hat eine bestimmte Watt-Zahl gebraucht, um eine bestimmte Helligkeit zu erzeugen. Und die Energiesparlampe holt eben mehr oder weniger Licht pro Watt raus." Zur Orientierung dienen Tabellen von Herstellern und der dena.










