Einige E-Books (Bild: dpa)

Service - E-Book-Reader im Test

Sie sind klein und flach und können die Inhalte von ganzen Bücherregalen wiedergeben. E-Book-Reader sind also ideal für unterwegs. Aber welche sind komfortabel und leicht zu bedienen? Das hat die Stiftung Warentest jetzt untersucht.

In den USA sind sie schon lange gefragt, bei uns waren E-Books jedoch lange ein Nischenprodukt. Doch mittlerweile werden sie auch hier zum Bestseller: Letztes Jahr wurden 12,3 Millionen elektronische Bücher aus dem Internet heruntergeladen - mehr als doppelt so viele wie noch 2011. E-Books lassen sich auf dem Computer, Tablet und E-Book-Reader lesen. Letztere sind speziell für digitale Bücher entwickelt worden. Erfreulich: Im Test schnitten die meisten E-Book-Reader gut ab.

Die Ergebnisse
Die besten Geräte kommen von Marktführer Amazon: Kindle Paperwhite (129 Euro) und Paperwhite 3 G (189) überzeugen durch ihre Displayqualität und sind kinderleicht zu bedienen. Ihr Nachteil: Mit den Kindle-Geräten können Kunden nur auf den Amazon-Shop zugreifen. Bücher anderer Händler lassen sich nicht öffnen. Auch E-Books leihen über die Onleihe der öffentlichen Bibliotheken ist mit ihnen nicht möglich. Wer auf die freie Wahl nicht verzichten möchte: Der Tolino Shine (100 Euro) und Kobo Glo (130 Euro) sind gute Alternativen. Auch sie sind komfortabel zu bedienen und bieten eine lesefreundliche Hintergrundbeleuchtung.

Fast wie gedruckt
E-Book-Reader versuchen, Bücher möglichst genau nachzubilden. Das klappt auch ganz gut, Dank elektronischer Tinte. Damit sieht Schrift gestochen scharf aus, fast so wie gedrucktes Papier. Das Display ist matt und weitgehend spiegelungsfrei. Das Rascheln beim Umblättern ersetzen die Reader allerdings nicht. Dafür gibt es allerhand Zusatzfunktionen. Leser können beispielsweise die Schriftgröße ändern, nach Wörtern suchen oder sie übersetzen lassen. Praktisch: Die Akkus der „guten“ Geräte hielten mehrere Wochen.

E-Book-Reader oder Tablet-PC?
Sehr gefragt sind derzeit Tablet-PCs. Im Gegensatz zu E-Book-Readern sind sie sehr vielseitig. Der Test hat jedoch gezeigt: Im Gegensatz zu den Lesegeräten spiegelt das Display von Tablets stark. Vor allem im Sonnenlicht kann der Nutzer die Schrift kaum erkennen. Zudem sind sie teurer, schwerer und weniger handlich. Und: Die Akkus halten meist nur wenige Stunden. Fazit: Wem es vor allem ums Lesen geht, für den empfiehlt sich eher ein E-Book-Reader.

Beitrag von Claudia Till