DVB-T2 HD
Bild: rbb/WDR Presse und Information/Bildk

Service - DVBT2-Empfänger im Test

Ende März schalten viele Sendemasten in Berlin und Brandenburg auf den neuen HD-Standard fürs Antennenfernsehen um. Millionen Zuschauer brauchen dann neue Technik, müssen umrüsten oder nachrüsten. Zibb klärt auf, wie das am besten und günstigsten geht.

Zu Gast im Studio: Michael Wolf, Redakteur der Stiftung Warentest

Der Umstellungstermin auf das neue digitale System DVB-T2 HD  für die terrestrische Fernsehübertragung rückt immer näher. Am 29. März 2017 ist es so weit: Der rbb bietet beste HD-Qualität dann auch "über Antenne" an. Dafür sind aber neue Empfangsgeräte nötig. Wer  sich nicht vorbereitet, kann ab diesem Datum kein Programm mehr über Antenne empfangen.

Im rbb-Sendegebiet findet ein "harter Umstieg" ohne Parallelbetrieb statt: am 29. März 2017 im Großraum Berlin / Potsdam und im Raum Frankfurt (Oder). Im Raum Cottbus findet die Umstellung wie auch in einigen anderen Regionen Deutschlands erst Anfang 2019 statt.

DVB-T2 bietet mit Full-HD, im Codierverfahren HEVC bzw. H265, die derzeit vergleichsweise beste Bildqualität gegenüber anderen Verbreitungswegen wie Kabel oder Satellit. Mit DVB-T2 wird es außerdem mehr Programmangebote geben. Der Empfang von öffentlich-rechtlichen Angeboten ist weiterhin einfach - meist per Zimmerantenne – möglich und vor allem kostenfrei, d. h. aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Die persönliche Empfangssituation kann über http://www.ard-digital.de/dvb-t2-hd/empfangs-check geprüft werden.

Bisher genutzte DVB-T-Empfänger müssen durch neue DVB-T2-Set-Top-Boxen oder Fernseher  mit integriertem DVB-T2-Empfangsteil ersetzt werden. Private Sender lassen sich dann nur noch gegen jährliche Zahlungen empfangen.

Grundsätzlich können alle neuen DVB-T2-Receiver auch die derzeit ausgestrahlten DVB-T-Signale wiedergeben, sie sind "abwärts kompatibel". Mit jetzt neu erworbenen Geräten ist man also ab sofort "auf der sicheren Seite".

Bei den neuen DVB-T2-Empfängerboxen  ("Endgeräten") gibt es drei Geräteklassen:

Endgeräte mit grünem "DVB-T2 HD"-Logo

Diese Geräteklasse ermöglicht den Empfang aller unverschlüsselten Programme. Sie garantiert außerdem, dass Zusatzdienste wie EPG, Videotext, Untertitel, Audiodeskription und die Umschaltung in die Regionalprogramme unterstützt werden. Ein Empfang verschlüsselter, privater Programmangebote ist möglich, es bedarf jedoch der zusätzlichen Anschaffung eines Entschlüsselungsmoduls des Plattformbetreibers. Für die Entschlüsselung privater HD-Programme entstehen zusätzliche monatliche Kosten.

Endgeräte mit freenet TV-Logo des Plattformbetreibers Freenet
Im Unterschied zu der Geräteklasse mit DVB-T2 HD-Logo ermöglicht diese den Empfang aller Programme (unverschlüsselt und verschlüsselt), da ein Entschlüsselungsmodul bereits integriert ist. Für die Entschlüsselung privater HD-Programme entstehen zusätzliche monatliche Kosten.

Endgeräte ohne Logo
Diese Geräteklasse ermöglicht den Empfang aller unverschlüsselten Programme. Die Unterstützung der bereitgestellten Zusatzdienste wie EPG, Videotext, Untertitel, Audiodeskription, die Umschaltung in die Regionalprogramme und eine Aufrüstmöglichkeit zum Empfang von verschlüsselten Programmen ist nicht garantiert.


Beitrag von Heiko Nehse und Dagmar Kniffki