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Mi 30.11.11 18:30

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Tablet-PCs im Test

Zu Weihnachten stehen sie auf vielen Wunschzetteln ganz oben: Tablet-PCs. Die flachen, mobilen Mini-Computer lassen sich wie Smartphones per Fingerstreich bedienen. Neben dem Erfinder und Marktführer Apple haben immer mehr andere Firmen Tablet-Computer im Sortiment. Doch was taugen sie? Die Stiftung Warentest hat 14 Produkte untersucht.

Wozu eignen sich Tablet Pcs?

Tablet-PCs eignen sich prima, um unterwegs oder auf dem Sofa im Internet zu surfen, per Videotelefonie mit Freunden zu reden, Filme und Fotos anzuschauen oder Video-Spiele zu spielen. Sie sind aber kein gleichwertiger Ersatz für Computer, da zum Beispiel längere Texte schreiben und ausdrucken schwierig ist. Ihre Displays sind beim Lesen auf Dauer recht ermüdend und sind bei heller Umgebung leicht überstrahlt.

Der Testsieger

Die Stiftung Warentest hat 14 Tablet-PCs getestet und auf Funktionen wie Internetsurfen, Kamera, Video, Drucken, Handhabung, Display, Akku-Laufzeit sowie technische Merkmale/Ausstattung untersucht. Sechsmal vergaben die Prüfer die Note „gut", zweimal „ausreichend", der Rest bekam ein „befriedigend".

Knapper Testsieger wurde der Tablet-PC Galaxy von Samsung, noch vor dem Marktführer von Apple, dem IPad 2. Apple hat aber eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der Samsung sein Galaxy in Deutschland nicht vertreiben darf - weil es dem IPad angeblich zu ähnlich sieht. Andere Händler dürfen das Produkt aber noch verkaufen, so dass man es im Handel und in Online-Shops noch bekommen müsste. Samsung hat gegen die Verfügung geklagt, die Verhandlung ist am 20. Dezember. Außerdem hat Samsung ein zweites Modell auf den Markt gebracht. Die Stiftung Warentest hat es in einem Schnelltest untersucht und kommt zu dem Schluss, dass es nicht ganz so gut ist wie das ursprüngliche Modell, aber immer noch mindestens genauso gut wie das IPad 2. Man sollte als Käufer also versuchen, die ursprüngliche Samsung-Version zu bekommen, rät die Stiftung Warentest.

Beim IPad 2 kritisierten die Prüfer vor allem das Display, das nicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Mit 64 Gigabyte Speicherplatz hat es dafür aber deutlich mehr Speicherkapazität als das Samsung Galaxy, das nur 16 Gigabyte aufweist.

Worauf Sie achten sollten!

Die Tablet-PCs laufen je nach Anbieter mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Neben dem Apple-System iOS schnitt nur das Android-System im Test gut ab. Das Blackberry-Tablet-Betriebssystem ist eher für Besitzer eines Blackberry-Handys interessant. Die Oberfläche von Microsoft Windows 7 eignet sich laut Stiftung Warentest nicht gut für die Bedienung per Touchscreen. Ein Tipp, falls man ein Tablet-PC zu Weihnachten verschenken möchte: Den Beschenkten vorher fragen, welches Betriebssystem er lieber mag: Apple-Jünger schwören auf iOS, andere nur auf Android.

Auch die Akkulaufzeit ist für Käufer interessant. Das Apple IPad liegt mit 8 Stunden und 40 Minuten vorn, dicht gefolgt von Samsung. Das Produkt von Dell schafft dagegen nur circa drei Stunden.

An viele Tablet-PCs lassen sich externe Tastaturen anschließen. Eine Besonderheit ist das Gerät von Asus. Sein „Eee PAd Transformer" verfügt über eine Andockstation mit eingebauter Tastatur. Steckt man das Gerät darauf, verwandelt es sich in eine Art Notebook. Vorteil: Texte lassen sich jetzt viel flüssiger schreiben.

Tablet-PCs sind generell kein günstiges Weihnachtsgeschenk. Der günstigste „gute" im Test ist von Toshiba und kostet rund 385 Euro. Für den Testsieger Galaxy von Samsung muss man circa 585 Euro hinblättern, für das IPad 2 sogar rund 760 Euro.

Beitrag von Sina Krambeck

Dieser Text gibt den Sachstand vom 30.11.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Der Test ist nachzulesen im aktuellen "test"-Heft (12/2011) der Stiftung Warentest sowie im Internet unter www.test.de

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