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Seit über 40 Jahren gehört Christine Schorn zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Doch die Schauspielerin kann nicht nur auf eine beeindruckende Bühnenkarriere zurückblicken. 2008 erhielt sie den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin.
Christine Schorn wächst in Kiel und Berlin auf. Sie entscheidet sich früh, Schauspielerin zu werden, wird jedoch zunächst von der Schauspielschule abgelehnt und arbeitet als Verkäuferin und Wäscherin. 1961 wird sie im zweiten Anlauf an der Staatlichen Schauspielschule in Ost-Berlin angenommen und studiert dort bis 1964, anschließend wird sie direkt ins Ensemble des Deutschen Theaters engagiert. Dort spielt sie bis heute und prägt zahlreiche Inszenierungen.
Auch im Fernsehen ist Christine Schorn früh erfolgreich, so erhält sie bereits 1968 den Nationalpreis der DDR für ihre Rolle als Ingenieurin in "Zeit ist Glück" von Lothar Bellag. Profilieren kann sie sich mit ihren Hauptrollen in "Nachtspiele" (1978), "Heute abend und morgen früh" (1979) von Dietmar Hochmuth sowie Lothar Warnekes "Die Beunruhigung" (1981): Für ihr sensibles Spiel als Psychologin, die wegen eines Verdachts auf Brustkrebs ihr ganzes bisheriges Leben hinterfragt, erhält Schorn auf dem 2. Nationalen Spielfilmfestival der DDR den Darstellerpreis. Für "Eine sonderbare Liebe", ebenfalls von Warneke, wird sie 1984 erneut mit dem Preis geehrt. 1983 erhält sie den Kritikerpreis für die beste darstellerische Leistung in Kino und Fernsehen.
Auch nach der Wende kann Christine Schorn in zahlreichen TV- und Kinorollen reüssieren. In der satirischen TV-Miniserie "Wir sind auch nur ein Volk" (1994) verkörpert sie an der Seite von Manfred Krug eine Lehrerin, der nach der Wende das Berufsaus droht, und erhält für diese Rolle eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis. Nach Nebenrollen wie in Wolfgang Beckers Erfolgsfilm "Good Bye, Lenin!" (2003), Jutta Brückners "Hitlerkantate" (2005) und Martin Gypkens" "Nichts Als Gespenster" (2007) brilliert Schorn in Franziska Meletzkys Tragikomödie "Frei nach Plan" (2007). Für ihr Spiel als Mutter dreier erwachsener Töchter wird sie mit dem Deutschen Filmpreis 2008 ausgezeichnet
Jetzt spielt sie im Kinofilm DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE eine Hauptrolle und auch darüber sprechen wir mit ihr auf unserer zibb-Couch.
(Beitrag von Andrea Brandt)



