Zu Gast -
Vor allem mit seinen Händel-Interpretationen genoss der Kammersänger Jochen Kowalski als einer der wenigen darstellenden Künstler der DDR große Achtung in der Bundesrepublik. Kurz vor seinem 60. Geburtstag ist er zu Gast bei zibb.
Jochen Kowalski feierte 2012 sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Neben Peter Schreier wurde er zu einem der wenigen ostdeutschen darstellenden Künstler, die auch in der Bundesrepublik große Achtung genossen. Vor allem seine Händel-Interpretationen machten ihn nach der Wende schließlich weltberühmt, aber Gluck, Monteverdi, Mozart oder Britten zählten alsbald ebenso zum Repertoire des seit Ende der 1980er-Jahre auch als Lied-Sänger Tätigen.
Und: Jochen Kowalski begeistert seit einigen Jahren ebenso mit Musical-Songs und Jazzstandards, während Neue-Musik-Komponisten wie Olga Neuwirth seine in jeder Hinsicht herausragende Stimme für ihre Kompositionen zu nutzen wissen.
Jetzt gibt es ein Buch "Der Countertenor Jochen Kowalski", in dem er mit der Musikautorin Susanne Stähr offen und ehrlich über seine bewegte Geschichte spricht.
Vita
Jochen Kowalski ist Sohn eines Fleischers aus dem märkischen Wachow. Er wollte immer Sänger werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und quälendem Gesangsstudium wird kein Heldentenor aus ihm, sondern etwas ganz Besonderes: ein Counter Tenor – ein männlicher Alt.
Seine künstlerische Heimat wird die Komische Oper in Berlin. Auftritte in Wien, Paris, London und an der Met in New York machen ihn zum Weltstar. Fans aus der ganzen Welt belagern den sympathischen Sänger, wo immer er auftaucht. In 30 Jahren Bühnenpräsenz hat Jochen Kowalski seine Fans immer wieder mit Neuem überrascht. Kowalski entdeckt seine Liebe für russische Filmmusik, Swing und 20er-Jahre-Songs.
Er wollte nie ein Paradiesvogel oder Weltstar sein, nur ein guter Sänger, sonst nichts.










