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Seit mehr als 40 Jahren ist Judy Winter einer der Charakterschauspielerinnen der deutschen Film- und Theaterwelt. Zunächst arbeitete sie nach dem Schauspielunterricht auf der Theaterbühne.
Sie spielte unter der Regie von Peter Zadek in Stuttgart und machte sich besonders mit ihren Darstellungen in Musicals einen Namen. Seit den 70er Jahren spielt sie komplexe Frauenfiguren im westdeutschen Film und ist auch aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken.
Parallel verschreibt sie sich immer der Musik. 1979 erschien ihre erste Schallplatte "Sie zu ihm" nach dem bekannten Tucholsky. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für die Belange von Menschen mit HIV und AIDS. Sie ist Kuratorin der Berliner AIDS-Hilfe und begründete mit anderen die jährlich stattfindende Gala "Künstler gegen AIDS". 2005 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Berlin. Als Synchronsprecherin lieh sie ihre markante Stimme international bekannten Schauspielkolleginnen wie Faye Dunaway, Jane Fonda oder Audrey Hepburn, Julie Walters, Bette Midler und Liv Ullmann. Im März 2007 war Judy Winter in der Kinokomödie und Edgar Wallace-Parodie "Neues vom Wixxer" zu sehen.
Seit Sonntag spielt sie in "Spätlese" im Theater Komödie am Kurfürstendamm. Die Komödie handelt von drei nicht mehr ganz taufrischen, aber umso schlagfertigeren alten Damen, die den Herbst ihres Lebens in einer Seniorenresidenz verbringen. Bridgepartien, kleine Sticheleien und regelmäßige Trauerfeiern zu Ehren eines Mitbewohners zählen zu den Höhepunkten ihres Daseins. Das ändert sich prompt, als eines Tages nicht nur der junge Pfleger Tarek, sondern auch der charmante Witwentröster Bruno auf der Bildfläche erscheinen und die Herzen der Damen höher schlagen lassen. Als eine mysteriöse Unbekannte ihren Besuch ankündigt, gerät die Welt der "Golden Girls" endgültig außer Kontrolle. Judy Winter spielt eine der drei Damen.
Beitrag von Katrin Hampel
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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