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Der preisgekrönte Reporter berichtet seit 2007 aus den USA und kennt Land und Leute wie kaum ein Anderer. In seinem Buch "Wahnsinn Amerika - Innenansichten einer Weltmacht" zeichnet er ein Bild der Weltmacht.
Getreu seinem Motto "Man muss Washington verlassen, um Amerika besser zu verstehen", fügt der ARD-Korrespondent kleine Geschichten aus Alltag, Politik und Lagerkämpfen zusammen - zu einem großen, aktuellen Bild der Supermacht.
Grimme-Preisträger Klaus Scherer trifft nicht nur, wie es seine Chronistenpflicht ist, USPolitiker und ihre Berater, sondern nimmt das ganze Riesenland unter die Lupe. Er begleitet Armenhelfer in Arizona und Kentucky ebenso wie Immobilien-Zocker in Kalifornien. FBI-Fahnder erklären ihm, wie das Land in seine tiefste Krise rutschte, und langjährige US-Sicherheitsberater, was sie als nächste Herausforderungen fürchten.
Anhand vieler Gespräche und Beobachtungen erläutert der USA-Experte das Phänomen Tea Party - jene Gruppierung ultrarechter Republikaner, die die Politik der Regierung blockiert und der in der eigenen Partei bisher keiner entgegentritt. Detail- und pointenreich schildert er den Richtungskampf, der zwischen der letzten und der kommenden Präsidentschaftswahl nie aufgehört hat und der die Supermacht, womöglich gar gegen den Wählerwillen, noch weitere vier Jahre lähmen könnte.
"Wahnsinn Amerika" gewährt einen klugen und oftmals humorvollen Einblick in das Innenleben der USA und beleuchtet vieles, was aus europäischer Sicht unverständlich erscheint - eine erhellende Lektüre im US-Wahljahr 2012. Zum großen Gewinn des Lesers klammert Scherer seinen eigenen, oft kuriosen Alltag als Fernsehreporter, Familienvater und Vielreisender in den USA dabei nicht aus. Und erliegt - trotz aller Schreckensszenarien - nie dem Sog des Pessimismus.
Beitrag von Andrea Brandt
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/zibb/vip/beitraege/klaus_scherer.html