Berlin, Pfingsten, Spaziergang im Park, Drehorgel. Quelle: imago
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Pfingsten in Berlin - Früher waren die Ochsen wilder

Mit etwas Glück konnte man am Pfingstsonntag durch Berliner Straßen geschmückte Pfingstochsen traben sehen. An Himmelfahrt hatten die Männer bereits die Sau rausgelassen. Der Vatertag war auch für die Berliner Brauereien Feiertag. Lang, lang ist es her.

Biergarten in POstberlin am 6.6.1972. Quelle: imago

Aus heutiger Sicht scheint es, als wurde die Zeit rund um Pfingsten früher viel mehr zelebriert. Doch wie ausgelassen ging es in den vergangenen Jahrzehnten in Berlin wirklich zu? Der Film blickt zurück auf die 1950er, 60er, 70er, 80er und 90er Jahre und zeigt vergessene Aufnahmen aus dem Alltag. Die Berliner beschäftigten rund um Pfingsten die unterschiedlichsten Themen: Ausflugslokale, in denen die Gäste selber ihren Kaffee kochen konnten, der richtige Blumenstrauß für daheim, neue Spielplätze, passende Festkleidung für Konfirmation oder Jugendweihe und Meisterschaften im Minigolf. Natürlich war Pfingsten die richtige Zeit, um mal wieder segeln zu gehen. Das war nicht ungefährlich, denn früher verlief mitten durch einige Berliner Gewässer die Grenze.

Ein Film von Stephan Düfel (Erstausstrahlung 45 min, 4.6.2017)