Interessenten besichtigen am 04.12.2014 in Berlin-Mitte eine freie Eigentumswohnung der gehobenen Preisklasse (Quelle: dpa/Lukas Schulze)
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Berliner Alltag - Zum Verzweifeln: Wohnungssuche

Andrang bei einer Wohnungsbesichtigung ist der ganz normale Wahnsinn in Berlin. Doch das Angebot im Netz klingt vielversprechend: zwei Zimmer im Prenzlauer Berg für nur 650 Euro warm. Doch die Wohnung ist dunkel und renovierungsbedürftig. Die Wohnungssuchenden sind enttäuscht.

Vom 8. Stock schauen die Wohnungssuchenden in Richtung Alexanderplatz. Der Blick ins Bad ist ohne Strom nicht möglich. Trotzdem gilt es sich möglichst schnell einen Überblick zu verschaffen, denn in nur wenigen Minuten sind Wohnungsbesichtigungen schon wieder vorbei.

Als "verrückt" empfinden Wohnungsinteressenten die Situation. Manche suchen schon seit Wochen - vergeblich. Entweder sind die Wohnungen zu teuer oder heruntergekommen. Dabei wird es bei einer Suchenden bereits eng: Zum ersten März muss sie aus ihrer alten Wohnung raus. Der Grund: Eigenbedarf. Mittlerweile bangt die Altenpflegerin auch um ihren Job hier in Berlin. Findet sie keine neue Bleibe, muss sie zurück in ihre Heimatstadt. Dort gibt es ihn noch: bezahlbaren Wohnraum.

Ein Beitrag von Marcel Trocoli Castro

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