Ausflugstipp - Weltgrößte Jesus-Statue im Kloster Paradies

Das Kloster Paradies liegt in der polnischen Gemeinde Świebodzin im Lebuser Land. Im 13. Jahrhundert wurde es von Mönchen des Klosters Lehnin besiedelt. Schon von weiten fällt die beeindruckende Jesus-Statue auf. Mit 36 Metern Höhe ist sie die größte der Welt.

Sie misst sogar sechs Meter mehr als die Statue von Rio de Janeiro. Drei Meter hoch ist allein die vergoldete Krone auf dem viereinhalb Tonnen schweren Kopf. Die Statue ist auch Pilgerort für viele Deutsche.

Zisterziensermönche ließen die Anlage vor fast 800 Jahren bauen, damals wohl als östliche Außenstelle des Mutterklosters Lehnin in der Mark Brandenburg. Heute erwartet Besucher ein großer Garten, eine barocke Kirche und das Museum Paradyż, mit einer der reichsten Sammlungen historischer Andenken der Zisterzienser-Mönche.

Das zehntägige Festival "Muzyka w Raju" - "Musikawraju", zu deutsch: "Musik im Paradies", gilt als Konzert-Perle mit exzellenten Aufführungen junger Künstler. Vor 15 Jahren hat Cezary Zych "Tsesari Sich" das Festival ins Leben gerufen - und es mit wechselnden klassischen Themen etabliert.

Das Kloster Paradies ist außerdem Sitz eines polnisch-katholischen Priesterseminars und damit Teil der Theologischen Fakultät der Universität Stettin.

Beitrag von Michel Nowak


Anfahrt: Mit dem Auto über Frankfurt (Oder) auf der A 12 Richtung Warschau und dann ab in Höhe Swiebodzin Richtung Norden zum Kloster Paradies. Sie können auch ab Lichtenberg mit dem EuroCity bis Swiebodzin und dann am besten mit dem Taxi weiter.