Zu Besuch in Meck-Pomm - Ausflugstipp Neustrelitz

Neustrelitz ist eine Stadt mit großer Geschichte und modernem Anstrich: Gut 20 000 Einwohner zählt dieser Ort mitten in Mecklenburgs Seenplatte. Den besten Blick darauf haben Gäste gleich vom Turm der Stadtkirche nebenan: Keine 300 Jahre ist Neustrelitz alt.  

Mit der aus dem südlichen Afrika stammenden Strelitzie, der offiziellen Stadtblume, hat sie ein königliches Symbol. Denn die im 18. Jahrhundert entdeckte Pflanze wurde nach der britischen Queen Charlotte benannt. Die Königin stammte wiederum aus der Herzogfamilie Mecklenburg-Strelitz, den Namensgebern der Stadt.

Der herzogliche Schlosspark, ursprünglich als barocker Garten angelegt, ist im Juli wieder Schauplatz für die Neustrelitzer Festspiele. Und im Slawendorf wird so gearbeitet wie vor 1500 Jahren - vom Schmieden bis zum Filzen. Mit einem original nachgebauten Slawenboot kann es dann auch gleich hinaus auf den Zierker See gehen - und im besten Fall auch zurück ins Neustrelitzer Zentrum.

Der Stadthafen dort präsentiert sich rundum saniert. Von Berlin aus ist er übrigens per Boot erreichbar. Und direkt neben den Anlegern wartet die Kaffee-Rösterei im Alten Kornspeicher. Mit dem Auto dauert es von Berlin bis hierher gut anderthalb Stunden.

Anfahrt

Dazu fahren Sie am einfachsten über die Bundesstraße 96 von Oranienburg aus Richtung Norden. Achtung allerdings: Bei Fürstenberg (Havel) gibt es einen einspurigen Straßenabschnitt mit Ampelschaltung. Oder Sie reisen mit dem Regionalexpress Richtung Stralsund an. Normalerweise startet der alle zwei Stunden in Berlin, im Moment setzt er wegen Bauarbeiten in Oranienburg ein.

Am 17. und 18. Juni findet übrigens das Ansommern-Wochenende statt. Dann können Sie mit einem VBB-Ticket ohne Zusatzkosten in verschiedene Mecklenburger Orte reisen - u.a. auch nach Neustrelitz.

Beitrag von Michel Nowak