Blick auf ein schneebestäubtes Hinweisschild auf dem Bahnhof Schierke; Fot: © dpa-Bildfunk
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Ausflugstipp - Ab auf die Piste!

Unser Ausflug geht diesmal nach Schierke, einem Orsteil von Wernigerode. Malerisch gelegen in 650 Meter Höhe am Fuße des Brockens. Wintersport wird hier ganz groß geschrieben. Und auch wenn er in den letzten Jahren oft fehlte - im Moment gibt es genug davon: Schnee.

Schierke ist vor allem ein Eldorado für Rodel und Langlauffans. Rings um den Brocken gibt es rund 40 km täglich frisch präperierte Loipen.

Der kleine Ort hat in Sachen Wintersport noch mehr zu bieten. Die neue Schierker Feuersteinarena beispielsweise. Seit letztem Dezember können hier kleine und große Schlittschuhfans ab vier Euro ihre Runden drehen. Einst stand hier ein Natureisstadion in dem 1950 die ersten DDR-Meisterschaften im Wintersport ausgetragen wurden.

Das neue Eisstadion soll Schierke wieder neuen Glanz verleihen. Denn einst nannte man es St. Moritz des Nordens. Ende des 19.Jahrhunderts ein Nobel-Wintersportort und in ganz Deutschland bekannt. Viele alte Hotels erinnern noch an diese Zeit. Nach 1949 lag Schierke im Sperrgebiet an der deutsch-deutschen Grenze und war nur mit Passierschein besuchbar. Heute gibt es hier wieder rund 2000 Übernachtungsplätze. Ein Hingucker im Ortszentrum ist die alte Apotheke von 1895. Der Geburtsort vom Schierker Feuerstein, dem wohl berühmtesten Harzer Kräuteschnaps. Drinnen kann man die Orginal Apotheke sehen oder selbst ein Schnäpschen probieren.

Wer einmal Schierke besucht, der will auf jede Fall noch weiter. Oder vielmehr höher. Richtung Brocken, zum Gipfel des Harzes. Mit der Brockenbahn und unter Volldampf dauert es eine runde halbe Stunde bis zur Spitze.  Für 27 Euro pro Fahrt ist man dabei. Nicht billig, doch es lohnt sich.

Beitrag von Michael Scheibe