Hakeburg in Kleinmachnow (Quelle: imago)

#zelleberlin - Die wechselvolle Geschichte der Neuen Hakeburg

Die neue Hakeburg in Kleinmachnow wurde 1906 bis 1908 für Dietloff von Hake im neuromanischen Burgenstil erbaut. Wegen finanzieller Probleme musste von Hake die Burg Mitte der 30er Jahre verkaufen. Sie ging an einen hochrangigen Nazi: Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge.

In der Nachbarschaft der Burg baute er ein Forschungszentrum auf. Hunderte von Angestellten arbeiteten an der Entwicklung moderner Kriegstechnik. Unter dem  Partykeller der Hakeburg entstand ein Tiefbunker.

Nach dem  Krieg zog die SED mit einer Parteischule in die Hakeburg. Die Nazi-Forschungsstätte nebenan wurde Campus, die Hakeburg Gästehaus für ranghohe Politiker und Staatsgäste und Staatsgäste wie Arafat, Castro oder Chruschtschow.

Nach der Wende war die Telekom Eigentümer, das Haus wurde Hotel und versuchte sich sogar als Gourmet-Adresse. Die Telekom verkaufte, der neue Eigentümer hat gerade auch wieder verkauft.

Die Zukunft bleibt also offen. Noch kann der Heimatverein Führungen anbieten. Die nächste Führung am 16. Juli ist vielleicht die letzte Möglichkeit, die Neue Hakeburg im alten Zustand zu besichtigen.

Beitrag von Ulli Zelle