#zelleberlin - Nikolaiviertel unter Denkmalschutz

Das Nikolaiviertel steht seit neuestem unter Denkmalschutz, schließlich ist das Dorf um die 780-jährige Nikolaikirche Berlins Ursprungsort. Unter Denkmalschutz stehen aber auch die gerade mal 30-jährigen Plattenbauten. Mehr zur Geschichte der "Wiege Berlins" und warum sie ins Wasser zu fallen droht, erzählt Ulli Zelle.

Im Mittelalter verlief hier eine Handelsstraße. Handwerker und Händler ließen sich an der Kreuzung von Fluss und Straße nieder. Um das Jahr 1200 wurde die Kirche St. Nikolai erbaut -  Herzstück der neuen Siedlungen Berlin und Cölln auf den beiden Seiten der Spree.

Im Zweiten Weltkrieg zerstören Bombenangriffe im Jahr 1944 das Viertel weitgehend. Zu den Feierlichkeiten zum 750. Stadtjubiläum Berlins wurde die Ruinenlandschaft unter Architekt Günter Stahn von 1981 bis 1987 rekonstruiert. Wirklich Original erhalten ist nur das Haus der Tuch- und Seidenmacher-Familie Knoblauch.

Da aktuell die Ufermauer abzusacken droht, verrichten Taucher Schweißarbeiten unter Wasser. Sie verhindern, dass das Viertel in die Spree rutscht.

Beitrag von Ulli Zelle