Alter Kreuzberger Westen contra hipper Friedrichshain - Der Viktoriaspeicher

Der Denkmalgeschütze Viktoriaspeicher an der Schillingbrücke ist über 100 Jahr alt. Die Händler zahlen  der landeseigenen Hafen- und Lagergesellschaft 3 bis 5 Euro pro Quadratmeter – kalt. Eine Heizung gibt es in dem alten Gemäuer nicht.

Auf der Kreuzberger Seite sind neben dem Viktoriaspeicher noch andere Lagerhäuser, schließlich legten mal Binnenschiffe an. Heute haben sich hier Clubs und Kleingewerbe angesiedelt, wie in der ehemaligen Heeresbäckerei aus der Kaiserzeit. Im Viktoriaspeicher lagerten während der Nazizeit außer Lebensmitteln auch Tausende Gemälde der sogenannten entarteten Kunst. Nach der Kriegszerstörung diente der Hof als Kohlelager und schließlich als Autohof für LKW.

Ein privater Investor wollte bereits zugreifen und für 40 Millionen das 4 Hektar große Gelände um den Speicher kaufen. Doch bezirkliche Barrieren ließen den Verkauf platzen, lange bewegte sich nichts: Die Kriterien der Ausschreibung sollten wohl verhindern, dass die Kreuzberger Seite ein Spiegelbild des komplett überformten Ufers auf der Friedrichshainer Seite wird.

Ein Beitrag von Ulli Zelle