Ein Mann betrachtet im Bismarck-Museum in Schönhausen Zinnfiguren, die den einstigen Reichskanzler Otto von Bismarck (M) mit Offiziern vom Garde du Corps zeigen (Bild: DPA)
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200.000 unterschiedliche Motive - Global Player der Zinnfiguren

Sie sagen von sich, dass es einen solchen Laden in ganz Europa nicht mehr gibt. Damit würde sich jedenfalls die internationale Kundschaft erklären: In der Knesebeckstraße ordern Sammler rund um den Globus im Hinterstübchen handgegossene Zinnfiguren.

Hans-Günther Scholz führt uns hinter die Kulissen: Die Altbauwohnung im Parterre wurde schon von seinem Vater zur Zinngießerei umfunktioniert - ein Betrieb, in dem alles von Hand gemacht wird. Auch die Gravuren in den Gussformen aus Schieferstein werden manuell erstellt.

Das Gießen geht schnell, aber Hans-Günther Scholz bemalt sie noch selbst wie vor 50 Jahren, als er in den väterlichen Betrieb eingestiegen ist. Eine Figur kostet um die 150 Euro. Insgesamt gibt es 200.000 unterschiedliche Motive. Fantasie ist beim Bemalen übrigens nicht gefragt, alle Figuren werden nach historischen Vorgaben bemalt. Dazu steht Scholz eine eigene Bibliothek mit 10.000 Bänden zur Verfügung.

Ein Beitrag von Ulli Zelle