Rundgang Krematorium (Quelle: rbb)

#zelleberlin am Totensonntag - Zu Besuch im Krematorium

Am Totensonntag haben die Krematorien in Ruhleben und Baumschulenweg für Führungen und Vorträge geöffnet. Wir lassen uns die Architektur und Funktionsweise zeigen und fragen, wie man dort von Verstorbenen Abschied nehmen kann.

Es geht tief in den Bauch des Betonbaus. Jeder Sarg wird mit einer Nummer auf einem Schamottstein versehen, der auf dem letzten Weg bis in die Urne den Verstorbenen begleitet. Ab hier übernimmt ein Roboter die Arbeit, in der Leichenhalle ist Platz für 652 Verstorbene. Es sieht aus wie in einem Möbelhaus-Lager. Und überraschend, es riecht auch so, nach dem frischen Holz der Särge.

Doch die Verstorbenen sollen möglichst schnell verbrannt werden. Allerdings nicht bevor die Gerichtmedizinerin jeden Leichnam nocheinmal untersucht hat. Sie prüft, ob es eventuell Anzeichen auf einen unnatürlichen Tod geben könnte. Ob Todesursache und Totenschein übereinstimmen.

Beitrag von Ulli Zelle