Das Unfallkrankenhaus Marzahn aus der Luft

- Auf Leben und Tod - Schicksale im Unfallkrankenhaus

Für viele Patienten im Unfallkrankenhaus Berlin haben eine schwere Erkrankung oder ein Unfall das Leben vollständig verändert. Der 18-jährige Philipp musste nach einem LKW-Unfall erfahren, dass er auf den Rollstuhl angewiesen ist. Amal überlebte das Attentat von Nizza knapp. Über 200 Ärzte sorgen sich im Unfallkrankenhaus Berlin täglich um akute Fälle und Langzeitpatienten.

Dr. Björn Riecke und Patient Werner Garbocz; Quelle: rbb/UKB

Werner hatte vor fast drei Jahren Mundhöhlenkrebs. Nun ist der Krebs wiedergekommen. Der Chef der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im UKB, Dr. Björn Rieke, wird operieren. Keine leichte Aufgabe, denn Werner Garbocz benötigt ein Transplantat im Oberkiefer - er hofft, nach der Operation endlich wieder richtig kauen zu können.

Die Nervenbahnen des linken Arms von Amal Khalife wurden umgeleitet - jetzt wird sie viel Geduld brauchen, bis der Arm wieder beweglich ist. Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus möchte sie weiter zur Schule gehen und ihr Abitur machen. © rbb/UKB

Philipp hat als Auszubildender einen Unfall überlebt und musste an der Wirbelsäule operiert werden. Dr. Andreas Niedeggen, der Chef des Zentrums für Rückenmarkverletzte, befürchtete damals, dass er ausschließlich auf den Rollstuhl angewiesen sein könnte. Heute, zwei Jahre später, ist Philipp einer der jüngsten Fußballtrainer Brandenburgs, er hat sich mit eisernem Willen ins Leben zurück gekämpft. Und: Philipp kann gehen.

Amal im Portrait; Quelle: rbb/UKB

Amal war mit ihrer Abiturklasse zu einem Ausflug in Nizza, als der LKW sie bei dem Attentat erfasste und über sie hinwegrollte. Den Ärzten des UKB ist es zu verdanken, dass die schweren Verletzungen verheilt sind. Jetzt wird sie von Handchirurgin Dr. Richarda Böttcher weiter behandelt, denn ihr linker Arm funktioniert noch nicht - ob und wann sie wieder zur Schule gehen kann, weiß sie noch nicht. Ihr Leben ist ganz anders als vor dem Attentat.

Colin Crumley trainiert seine Hände in der Ergotherapie (Quelle: rbb/UKB)

Vor seinem Fahrradunfall war der gebürtige Brite Colin Crumley Luftfahrt-Ingenieur. Er geriet bei dem Unfall so unglücklich in das Vorderrad seines Kollegen, dass er auf die Brustwirbelsäule stürzte und seitdem im Rollstuhl sitzt. Er wünscht sich sehnlichst, wieder in seinem Beruf arbeiten zu können.

Erstausstrahlung am 04.09.2017/rbb