Bundeskanzler Willy Brandt, SPD, (re.) und Günter Guillaume (li.) Referent im Bundeskanzleramt, 12.01.1974 während einer Betriebsversammlung der BKB in Helmstedt, Bild: imago/Rust
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- Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1974

Bundeskanzler Willy Brandt tritt wegen eines Spions aus Ost-Berlin zurück. In Tegel in West-Berlin geht ein neuer moderner Flughafen an den Start und der Hit "Über den Wolken" schafft den Sprung über die Mauer.

Seit 1969 wurde im Norden der Stadt auf einem ehemaligen Raketenschießplatz in der Jungfernheide gebaggert und gebaut. Am 1. November 1974 öffnet der neue Air-Port, der den traditionsreichen Flughafen Tempelhof ablösen soll. Doch in den ersten Monaten nach der Eröffnung dockt kaum ein Flugzeug an den modernen Fluggastbrücken an. Die Alliierten Airlines scheuen den Umzug von Tempelhof wegen der hohen Kosten.

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Mit seinem Hit "Über den Wolken" prägt Musiker Reinhard Mey den Freiheitsbegriff einer ganzen Generation – auf beiden Seiten der Mauer.

Film von Gabriele Denecke

Erstausstrahlung am 11.05.2019/rbb

Schicksalsjahre einer Stadt - Das Jahr 1970
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1970

Der Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baader wird in West-Berlin mit Hilfe der Journalistin Ulrike Meinhof befreit. Diese Aktion gilt als Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion (RAF). Neue Symbole entstehen im Osten der geteilten Stadt: das monumentale Lenin-Denkmal und das Vorzeigehaus "Interhotel Stadt Berlin".

Touristen und Einheimische flanieren über den neu gestalteten Berliner Alexanderplatz, Bild: akg-images/ddrbildarchiv.de
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1971

Machtwechsel in Ost-Berlin: Erich Honecker löst Walter Ulbricht ab. In West-Berlin demonstrieren Frauen gegen den "Paragraphen 218" und zum ersten Mal gibt es wieder eine Telefonverbindung zwischen Ost- und West-Berlin.

Fidel Castro, 1972, Bild: imago/ZUMA/Keystone
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1972

Kubas Regierungschef, der Revolutionär Fidel Castro, besucht die Hauptstadt der DDR. Ost-Berliner dürfen endlich ohne Visum nach Polen und in die CSSR reisen. Ein neues Passierscheinabkommen ermöglicht West-Besuche in Ost-Berlin und das DDR-Fernsehen hat eine neue Unterhaltungsshow: "Ein Kessel Buntes".

Dynamo Sportler während ihrer turnerischen Darbietung anlässlich der Weltfestspiele der Jugend 1973, Bild: imago/Ulrich Hässler
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1973

"Flower-Power" bei den Weltfestspielen der Jugend in Ost-Berlin und gähnende Leere auf der West-Berliner Autobahn aufgrund der Öl-Krise. Die einen bauen den Palast der Republik auf, die anderen reißen den Sportpalast ab. 

Internationales Congress Centrum in Berlin, 1979 (Quelle: dpa)
dpa

Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1979

Die DDR feiert ihr 30-jähriges Bestehen ausschweifend. Die Alternative Liste (gegründet 1978 - kurz AL) tritt zum ersten Mal bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an und bekommt 3,7 Prozent der Stimmen. Außerdem wird die Kongresshalle, das Interntationale Congress Centrum, kurz ICC, am Messedamm eröffnet.

Ein Wachmann vor dem Haus des entführten CDU-Politikers Peter Lorenz, Bild: imago/ ZUMA
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1975

Der Westberliner CDU-Politiker Peter Lorenz wird von Terroristen entführt, der Senat verhängt ein Zuzugsverbot von Ausländern für einzelne Bezirke und in Ost-Berlin wird mit einem Weltkongress das Internationale Jahr der Frau gefeiert.

David Bowie ist zurück auf der Bühne, 5. Mai 1976, Bild:imago/ZUMA/Keystone
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1976

In Ost-Berlin wird der Palast der Republik feierlich eingeweiht, David Bowie zieht im Sommer nach West-Berlin und die DDR-Regierung weist den Liedermacher Wolf Biermann nach einem Auftritt in Westdeutschland aus.

Bundeskanzler Helmut Schmidt (Mitte, SPD) mit Waltrude (re.), Witwe und dem Sohn von Hanns-Martin Schleyer während der Trauerfeier für den ermordeten Hanns-Martin Schleyer (Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) in Stuttgart, Bild: imago/Sven Simon
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1977

Deutscher Herbst - der RAF-Terrorismus erreicht seinen Höhepunkt mit der "Offensive 77".  West-Berlin beklagt Deutschlands jüngstes Drogenopfer: die 14-jährige Babette stirbt an einer Überdosis Heroin. In Ost-Berlin wird Kaffee aufgrund gestiegener Weltmarktpreise zur Mangelware.

Der Bundeskanzler Helmut Schmidt begrüßt die Queen und den Prinz von Edinburgh in Berlin am 25.05.1978, Bild: imago/ZUMA/Keystone
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1978

In dem Jahr kommt die englische Queen zum zweiten Mal nach West-Berlin. Und Freddie Mercury rockt die Deutschlandhalle. Am östlichsten Rand der Stadt, in Marzahn, wird der Schlüssel zur millionsten Wohnung vom Staatschef Honecker persönlich überreicht. Eine Flugzeugentführung in Tempelhof endet glimpflich.