Ehepaar Dehne (Quelle: rbb)
rbb
Bild: rbb

- "Wir freuen uns jeden Tag, dass es so ist, wie es gerade ist!"

Die Dehnes: eine Ehe, eine Einheit, die es ohne den Mauerfall so nicht geben würde. Er stammt aus Niedersachsen, sie aus Sachsen-Anhalt. Kennengelernt haben sich Andrea und Rainer Dehne drei Jahre nach dem Mauerfal bei der Arbeit - in einer Firma am Checkpoint Charlie, in der er als Ingenieur und sie als Zeichnerin arbeitete. Mittlerweile wohnen sie gemeinsam in Neuruppin. 

Auf welche Erfahrung nach dem Mauerfall hätten Sie gerne verzichtet?

"Ich bin 1990 mit dem Studium fertig geworden. Der letzte Satz, der uns ungefähr gesagt wurde, ist: "Ihr werdet jetzt nicht mehr gebraucht. Was ihr mal gelernt habt, ist im Westen nicht... brauchbar. Ihr müsst euch orientieren."

Zur Vita

Was trennt und Ost- und Westdeutsche?

"Naja, uns trennt vielleicht die Vergangenheit, weil jeder die Zeit der deutschen Teilung anders erlebt hat."

Wenn ich mir eine Sache aus der DDR zurückwünschen könnte, dann…

"Den Duft aus dem Intershop."

Auf welche Erfahrung nach dem Mauerfall hätten Sie gerne verzichtet?

"Manche sagen ja, es war eine feindliche Übernahme. Viele Ostdeutsche haben es so empfunden. Weil ich ja die ganze Zeit auch hier tätig war seitdem, kann ich das nachvollziehen."

 

Warum geht es Ihnen 30 Jahre nach dem Mauerfall gut oder schlecht?

"Ich freue mich jeden Tag, dass es so ist, wie es gerade ist."