Elisa Grosse (Quelle: rbb)
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- "In vielen Köpfen ist die Mauer immer noch da."

Elisa Große bezeichnet sich selbst als Nachwendekind. Als sie 1988 in Hellersdorf geboren wurde, stand die Mauer allerdings noch. Deshalb hat die 30-Jährige auch noch einige Erinnerungen an die DDR mitbekommen - nämlich durch ihre Eltern.

 

Angenommen die Mauer stünde noch, wie wäre Ihr Leben heute?

"Mein Leben heute wäre wahrscheinlich nicht das, was ich heute habe. Hier im Segelverein wäre ich wahrscheinlich, den gab es ja damals schon. Im Berufsleben hätte ich wohl was ganz anderes gemacht als heute. Das hat ja die DDR damals festgelegt, was man gelernt hat und womit man gearbeitet hat."

Auf welche Erfahrung nach dem Mauerfall hätten Sie gerne verzichtet?

"Ich bin ja ein Wendekind. Meine Eltern haben 1991 geheiratet, das war kurz nach der Wende. Das Geld war knapp, ich hätte meinen Eltern sehr gerne die Hochzeit gegönnt, die sie gern gehabt hätten. Bestimmte Situationen gibt es nicht, wenn wir über den Mauerfall sprechen. Es passiert einfach so in irgendwelchen Gesprächen."

Zur Vita

Was trennt uns Ost- und Westdeutsche?

"In vielen Köpfen ist die Mauer noch drin, das finde ich schade."