Lutz Reimann (Quelle: rbb)
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- "Die Wende war eine kritische und angstbesetzte Situation - für beide Seiten."

Lutz Reimann arbeitet heute in der Pflege. Zu DDR-Zeiten war er hauptamtlicher Mitarbeiter der Staatssicherheit. Die Sicherheit von Bunkeranlagen im Wald bei Bernau war sein Job. Stationiert war der Stasimann in einer Siedlung bei Biesenthal. Seinem Staat zu dienen, das war damals Reimanns ganzes Glück.

Warum geht es Ihnen 30 Jahre nach dem Mauerfall gut oder schlecht?

"Gut geht es mir, weil ich die Entwicklung nehmen durfte, die ich genommen habe. Und das immer was Neues kommt und ich neugierig sein darf. Richtig Schlechtes fällt mir spontan nicht ein. Aber schon die Situation im Land, der soziale Unfriede und die Spaltung. Und das große Hassen im Internet. Das ist eigentlich das, was mir Angst macht."

Zur Vita

Wenn ich mir eine Sache aus der DDR zurückwünschen könnte, dann...

"Schwester Agnes. Also die Krankenschwester, die auf dem Dorf unterwegs ist. Was jetzt wieder langsam kommt."