Ulrike Sterblich (Quelle: rbb)
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- "Ich sah mich als Westberlinerin eigentlich nie als Wessi."

Ulrike Sterblich hatte als Studentin kurz nach dem Mauerfall noch den alten Berliner Stadtplan im Kopf und ist lang gelernte Umwege gegangen, statt direkt ans Ziel. Aus der Studentin wurde eine schreibende Beobachterin und Geschichtenerzählerin. Viele ihrer Geschichten sind mit dem eigenen Leben als Westberlinerin verknüpft.


Wenn ich mir eine Sache aus der BRD zurückwünschen könnte, dann …

„hätte ich mir zumindest mal gewünscht, dass dieses ganze Grenzübertrittsspektakel noch mal nachgestellt wird für meinen Sohn. Weil man das kaum mit Worten beschreiben kann, wie das war.“

Auf welche Erfahrung hätten Sie nach dem Mauerfall gerne verzichtet?


"Mich als Wessi bezeichnen lassen zu müssen, weil ich aus Westberlin komme, und ich mich als Westberlinerin nie als Wessi definiert habe. Für uns waren die Wessis immer die Westdeutschen."

Zur Vita

Für welche Erfahrung hat sich der Mauerfall auf jeden Fall gelohnt?

"Vietnamesisch Essen. Volksbühne. Durchs Brandenburger Tor schlendern."

Wiedervereintes Deutschland rockt, weil …

"Weil es uns verdammt gut geht und weil wir deshalb auch großzügig sein können. Wir können es uns leisten, großzügig zu sein."