Miklós Németh, Ungarns Ministerpräsident 1988-1989, im Hintergrund nachgestellte Szenen; © rbb/Magic Hour Films
Miklós Németh, Ungarns Ministerpräsident a.D.

- 1989

Sommer 1989. Ungarns junger Ministerpräsident Miklós Németh beschließt, den Eisernen Vorhang abzubauen. Eine Provokation für die kommunistischen Hardliner – und eine Chance für ein ostdeutsches Paar, das von der Freiheit träumt. Im Stil eines Politkrimis erzählt "1989", wie die mutige Handlung eines Einzelnen den Lauf der Geschichte verändern sollte.

In den Hinterzimmern der sozialistischen Machtzentren spitzt sich im Sommer 1989 der Machtkampf zwischen Reformern und Hardlinern zu. Als der junge ungarische Ministerpräsident Miklós Németh beschießt, den Eisernen Vorhang zwischen Ungarn und Österreich abzubauen, ist das eine Provokation für seine Parteigenossen im In- und Ausland.

Und ein Hoffnungsschimmer für eine junge ost-deutsche Familie, die, angelockt durch die Ereignisse, über Ungarn in den Westen zu flüchten versucht - mit fatalen Folgen: Kurt Werner Schulz wird beim Fluchtversuch erschossen. Er geht als letzter Toter am Eisernen Vorhang in die Geschichte ein.

Aus Némeths Perspektive erzählt der Film im Stil eines Polit-Krimis von den Intrigen innerhalb der Partei, dem politischen Druck der Genossen aus Ost-Berlin und Rumänien und von der Rolle Gorbatschows, der dem jungen Regierungschef freie Hand lässt. Schließlich ist es der tragische Tod von Kurt Werner Schulz, der Németh dazu veranlasst Ernst zu machen. Kurze Zeit später reisen zehntausende DDR-Bürger über Ungarn in den Westen aus, Wochen später fällt die Berliner Mauer und die Teilung Europas ist Geschichte.

Mit einer innovativen Umsetzung, die Archivmaterial, nachgesprochene Tonsequenzen, Protokolle und Zeugenberichte mischt, blickt "1989" ins Innere des wankenden sozialistischen Machtapparats.

Regisseur Anders Østergaard, mit seinem letzten Film "Burma VJ" für den Oscar nominiert, zeigt mit "1989" eindrucksvoll, dass der Lauf der Geschichte nicht vorgegeben ist, sondern von mutigen Entscheidungen Einzelner beeinflusst wird.

In den Hinterzimmern der sozialistischen Machtzentren spitzt sich der Machtkampf zwischen Reformern und Hardlinern zu. Als der junge ungarische Ministerpräsident Miklós Németh beschließt, die Grenze zu öffnen, provoziert er seine Parteigenossen im In‑ und Ausland.  

Der Film erzählt aus Némeths Perspektive im Stil eines Polit‑Krimis von den Intrigen innerhalb der Partei, dem politischen Druck der Genossen aus Ost‑Berlin und Rumänien und von der Rolle Gorbatschows, der dem jungen Regierungschef freie Hand lässt.

Gundula Schafitel, die Frau von Kurt-Werner Schulz, der als einer der Letzten am Eisernen Vorhang starb. (Im Hintergrund nachgestellte Szene) © rbb/Magic Hour Films
Gundula Schafitel, die Frau von Kurt-Werner Schulz, der als einer der Letzten am Eisernen Vorhang starb. (Im Hintergrund nachgestellte Szene)

Für eine junge ostdeutsche Familie, die, angelockt durch die Ereignisse, über Ungarn in den Westen zu flüchten versucht, hat dies fatale Folgen: Kurt-Werner Schulz wird beim Fluchtversuch erschossen. Er geht als letzter Toter am Eisernen Vorhang in die Geschichte ein. Schließlich ist es der tragische Tod von Kurt Werner Schulz, der Németh dazu veranlasst Ernst zu machen. Kurze Zeit später reisen zehntausende DDR‑Bürger über Ungarn in den Westen aus, Wochen später fällt die Berliner Mauer und die Teilung Europas ist Geschichte.

Mit einer innovativen Umsetzung, die Archivmaterial, nachgesprochene Tonsequenzen, Protokolle und Zeugenberichte mischt, blickt "1989" ins Innere des wankenden sozialistischen Machtapparats.

Regisseur Anders Østergaard, mit seinem letzten Film "Burma VJ" für den Oscar nominiert, zeigt mit "1989" eindrucksvoll, dass der Lauf der Geschichte nicht vorgegeben ist, sondern von mutigen Entscheidungen Einzelner beeinflusst wird.

Dokumentarfilm von Anders Østergaard

(Erstsendung: 13.01.2014/ARD 1.)