8mm DDR, Quelle: rbb/MDR

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Der VEB Thüringer Obertrikotagen beim Betriebsausflug, wilde Studentenpartys im Jugendklubhaus - unzählige Amateurfilmer hielten den Alltag in der DDR fest. Ein Blick in die private Seite der DDR-Kulturgeschichte.

Reparaturen Marke Eigenbau …

Vieles von dem, was gedreht wurde, fiel unter die staatliche Kontrolle der 500 Filmclubs. Aber eben nicht alles: Es entstanden auch Filmbilder abseits ideologischer Vorgaben, auf Filmrollen, die "übrig" waren. Weil es die nicht im Überfluss gab, wurde jede Filmsekunde überdacht, abgewogen und kurz gehalten.

Lange Filmstrecken sind die Ausnahme, man musste sparsam sein und genügsam mit dem auskommen, was zur Verfügung stand. Gerade deshalb bieten diese Filme eine ganz pointierte andere Sicht auf den DDR-Alltag, die sich den Kameras des DDR-Fernsehens entzog: Privatheit. Hochzeiten mit Familie und Freunden. Schrebergärten als Rückzugsorte, Wassersport mit selbstgebauten Surfbrettern.

Ein Blick in den Alltag Ost in all seinen Facetten

Anfang der siebziger Jahre heißt der erste Mann im Staat nicht mehr Ulbricht sondern Honecker. Der neue SED-Chef verspricht, den Lebensstandard der Ostdeutschen spürbar zu heben.

Der Wohlstand wächst und auch ideologisch lockert die Partei die Zügel. Gemeinsam mit den Amateurfilmern begleitet das Kamerateam unter anderem das Kollektiv des VEB Thüringer Obertrikotagen Kombinat Apolda beim Betriebsausflug nach Dresden, den Ingenieur Dieter Fickert zum Camping auf Rügen und besuchen wilde Studentenpartys im Jugendklubhaus Vorwärts in Karl-Marx-Stadt. Was aus diesem vielstimmigen Chor der Amateurchronisten entsteht, ist nicht weniger als ein authentisches, ungeschöntes Bild der DDR-Wirklichkeit.

Zusammengestellt von André Meier

MDR/2017

Agenten des BND sollen streng konspirativ die Welt der Witze im Arbeiter- und Bauernstaat erfassen und auswerten. © rbb/MDR/Lew Hohmann
rbb Presse & Information

DDR-Witze und der BND

Der Film schaut hinter die Kulissen der professionellen Witze-Sammler aus dem Westen und nicht weniger neugierig und direkt hinein in die Witze-Küchen der DDR. Tragisches und Witziges.

Die Oberbaumbrücke, ein Ausflugsdampfer und eine U-Bahn, fotografiert am 21.07.2013 in Berlin. Foto: Jens Kalaene/ dpa
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Bilderbuch - Berlin-Kreuzberg

Kreuzberg ist ein Mythos: lange Nächte, Straßenschlachten, Multikulti und Fabriketagen. Und es ist ein Stadtteil der Gegensätze mit umstrittenen Plätzen und steigenden Mieten. Hier trifft der Kohlenhändler auf die Start-up-Szene, ein Luxushotel auf Drogendealer. Der Bezirk ist im Wandel.

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Bilderbuch - Berlin-Friedrichshain

Der einstige Arbeiterbezirk mit verfallenen Mietskasernen hat sich zur berühmtesten Partymeile der Hauptstadt gemausert. Die Karl-Marx-Allee - erbaut als sozialistischer Prachtboulevard - ist die Friedrichshainer Magistrale: Das längste Baudenkmal Europas und ein begehrtes Wohnquartier.

Die rbb Reporter - Der Dackel ist zurück! - Film von Stephanie Wätjen (19.05.2018, 18:30)
rbb/Christian Schulz

Der Dackel ist zurück!

Er war schon aus dem Stadtbild verschwunden, doch jetzt kommt der frechste aller Hunde zurück. Berlins Hipster haben entdeckt, dass die tierische Brezel der perfekte Begleiter ist: handlich, unverwechselbares Design und man bekommt viel Charakter für wenig Hund. Die rbb Reporter klären auf über die neue Schwärmerei für den kurzbeinigen Charakterhund.

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rbb/phoenix/ARD-Hauptstadtstudio

Protest und Provokation

Die Fernsehkorrespondentinnen Marie-Kristin Boese und Karin Dohr haben die AfD im Bundestag in deren ersten Monaten beobachtet. Während die Medien sich vor allem dem mühevollen Ringen um eine Regierungsbildung widmen, beginnt die AfD ihre Arbeit weitgehend abseits der großen Aufmerksamkeit.