Radsportlerin des Jahres: Kristina Vogel (Erfurt), seit einem schweren Trainingsunfall im Juni in Cottbus ist Kristina querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl
imago/Annegret Hilse
Bild: imago/Annegret Hilse

Bahnradkönigin Kristina Vogel startet neu - Aufstehen im Sitzen

Es ist dieser eine Moment, in dem sich zu viele unglückliche Umstände verketten: Kristina Vogel stürzt. Schwer. So schwer, dass die Doppel-Olympiasiegerin im Bahnradfahren ihr Leben fortan unterteilen muss. In jenes vorher auf dem Rad und das andere, das neue, im Rollstuhl. In der Öffentlichkeit beeindruckt die 28-Jährige mit ihrer Stärke und Kraft, doch kann ein Mensch so viel Kraft haben?

Kristina Vogel, Bild: rbb/Florian Weichert
Am 26. Juni 2018 verunglückte Kristina Vogel beim Training und ist seitdem querschnittgelähmt. Am 13. Juli 2019 sendet das Erste den Film "Aufstehen im Sitzen - Bahnradkönigin Kristina Vogel startet neu" | Bild: rbb/Florian Weichert

Kristina Vogel war eine sehr erfolgreiche Bahnradsportlerin, sie gewann zwei olympische Goldmedaillen, wurde elf Mal Weltmeisterin, stellte mehrere Weltrekorde auf. Seit einem Trainingsunfall 2018 ist sie auf den Rollstuhl angewiesen.

Der Film von Stephanie Müller-Spirra und Florian Weichert offenbart Kristina Vogels schier unbändigen Willen. Er zeigt, wie sich die 28-Jährige seit ihrem schweren Unfall Ende Juni 2018 zurück ins Leben kämpft.

"Man könnte ja denken, dass ich ganz sauer bin und erschüttert, wie 2018 für mich gelaufen ist... Es ist wie es ist. Und ich denke, zum Ende des Jahres habe ich etwas draus gemacht," sagt Kristina Vogel über sich selbst. Die ehemalige Profisportlerin musste vieles lernen, immer und immer wieder trainieren, aber auch neue Ziele finden

Kristina Vogel beim Training mit dem Rollstuhl (Bild: rbb/Florian Weichert)
Bild: rbb/Florian Weichert

Mit viel Mut geht die "Bahnradkönigin" diesen Weg. Die Kamera begleitet sie zu Orten und Menschen, die ihr wichtig sind. "Ich wollte Weihnachten zuhause sein, ich wollte überlebensfähig sein draußen, das habe ich geschafft. Jetzt kann ich warten, was die Welt für mich bereithält. Es kann ja auch was Gutes sein."

Die Doppel-Olympiasiegerin hat eine Bucket-List, die sie abarbeitet. Darauf stehen Dinge, die sie jetzt erst recht tun will, zum Beispiel ihre Schwester besuchen. Das hat Kristina Vogel, auch als sie noch laufen konnte, nicht geschafft. Jetzt im Rollstuhl geht sie es an und ist verdammt glücklich dabei. Noch mehr Endorphine verspricht wohl nur dieser eine Punkt auf ihrer Liste: Nur weil man nicht laufen kann, muss man den Traum vom Fliegen nicht aufgeben.

Film von Stephanie Müller-Spirra und Florian Weichert
Erstausstrahlung 13.07.19/Das Erste

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