Auslandskader - Botschafter des Sozialismus: Klaus-Dieter Michel, Foto: rbb/Wolfgang Gaube/solo:film
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- Auslandskader - Botschafter des Sozialismus

Nur Auserwählte durften aus der DDR in exotische Länder reisen - die Auslandskader. Hand in Hand mit den vom "kolonialen Joch befreiten" Brüdern und Schwestern sollten sie die Welt besser und menschlicher - und natürlich ein bisschen sozialistischer - machen.

Auslandskader - Botschafter des Sozialismus: Peter Kahane und Toni Krahl (re.), Foto: rbb/Wolfgang Gaube/solo:film
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Nichts prägte die DDR mehr als ihre Grenzen. Bürger der DDR konnten vor dem Eintritt ins Rentenalter weder ins nichtsozialistische Ausland noch in die Länder der Dritten Welt reisen. Unabhängig davon unterhielt die DDR jedoch ein großes Netz an Diplomaten, Außenhändlern, Auslands- und Reisekadern, die im Auftrag des Staates im Ausland tätig waren.

In dieser Dokumentation soll es um die Auslandskader gehen, zu denen auch die Eltern der Regisseurin Sabine Michel gehörten. Aus dem geschlossenen System DDR kommend, sollten sie, gemeinsam mit ihren Familien, in den Zeiten des Kalten Krieges neben der praktischen Entwicklungshilfe vor allem die Idee des Sozialismus in die Welt tragen.

Auslandskader waren meist Lehrer, Ärzte und Ingenieure, die sich in der Regel für jeweils drei Jahre Aufenthalt in den Ländern der Dritten Welt verpflichteten, um hier an Schulen und Universitäten zu lehren, ganze Industrieanlagen aufzubauen, Land- und Kommunikationstechnik einzuführen oder Krankenhäuser zu betreiben.

Sie waren eine privilegierte Minderheit, die sich einem entsprechend strengen Auswahlverfahren stellen musste. Für die Dokumentation befragt Sabine Michel ihren Vater und andere Auslandskader nach ihren Erinnerungen. Mit bewegendem Archivmaterial erzählt sie von sehr unterschiedlichen Auslandseinsätzen und dem dazu gehörenden Spannungsfeld von Außen- und Innenpolitik der DDR.

Film von Sabine Michel
Erstausstrahlung 11.02.19/ARD

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