Marcel Breuer mit seinem "Harem" (v.l.: Marta Erps-Breuer, Katt Both und Ruth Hollos-Consemüller) / Foto: Erich Consemüller, um 1927. Copyright: Klassik Stiftung Weimar, Dr. Stephan Consemüller.
Klassik Stiftung Weimar, Dr. Stephan Consemüller.
Marcel Breuer mit seinem "Harem" (v.l.: Marta Erps-Breuer, Katt Both und Ruth Hollos-Consemüller); Foto: Erich Consemüller, um 1927 | Copyright: Klassik Stiftung Weimar, Dr. Stephan Consemüller. | Bild: Klassik Stiftung Weimar, Dr. Stephan Consemüller.

- Bauhausfrauen

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer Kollegen.

Walter Gropius wollte mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus wirklich?

Joost Siedhoff @ rbb/MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Joost Siedhoff

Die Dokumentation wirft einen ganz neuen Blick auf den Mythos Bauhaus und erzählt die Geschichte vom Bauhaus aus einer anderen Perspektive. Aus der der Frauen, die mit dem Versprechen auf ein neues, befreites Leben und Arbeiten voller Illusionen und Hoffnungen ans Bauhaus kamen – und mit alten Rollenbildern kollidierten.

Bauhausfrauen auf einer Treppe (Fotografie von T. Lux Feininger), Foto: rbb/MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Bauhausfrauen auf einer Treppe (Fotografie von T. Lux Feininger) | Bild: rbb/MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Monika Stadler, © rbb/MDR/Koberstein Film/Marcus Winterbauer
Monika Stadler hält ein Foto von den Bauhaus-Studenten in der Hand

Im Zentrum des Films stehen fünf visionäre und eigenwillige Frauen: Gunta Stölzl, die erfolgreiche Wegweiserin für das Textildesign der Moderne und einzige Frau unter den Meistern. Die visionäre Metallkünstlerin Marianne Brandt, deren Arbeiten zu den Ikonen des Bauhauses zählen. Alma Buscher, deren innovative Kinderprodukte noch heute verkauft werden und die trotz ihres frühen Erfolgs keine Unterstützung von Gropius bekam.

Lucia Moholy, deren Fotografien noch heute unser Bild vom Bauhaus prägen, für die sie zu Lebzeiten jedoch um Ihr Copyright kämpfen musste. Und Friedl Dicker, die talentierte Freigeistige, die ihre Begabung unter furchtbaren existentiellen Bedingungen im KZ Theresienstadt entfaltete und der Bauhaus-Pädagogik bis zu ihrem Tod in Ausschwitz treu blieb.

Film von Susanne Radelhof
Erstausstrahlung 13.02.2019/ARD

Gemüsekiste, Foto: imago/Ini1110/Photocase
imago/Ini1110/Photocase

Unterwegs mit Lebensmittelrettern - Teller oder Tonne

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.

Eine Engelsfigur der Nikolaikirche schaut über die Havelllandschaft nahe der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.
Quelle: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa

Potsdam und Europa - Eine Entdeckungstour

Als Sehnsuchtsorte der Herrschenden gebaut, wird das Stadtbild Potsdams heute von europäischen Einflüssen geprägt. In kaum einer anderen deutschen Stadt ist der Kontinent derart konzentriert erlebbar.

Die Havel von oben

Der Film zeichnet den Verlauf des über 300 Kilometer langen Fließgewässers nach, von der Quelle im Müritz-Nationalpark über die zahlreichen Seen der Hauptstadtregion, den Havelschlössern der preußischen Könige und Prinzen, bis hin zur Elbmündung bei Havelberg.  

Die Liebermann-Villa in Berlin-Wannsee. (Foto: dpa-Bildfunk)

- Bilderbuch: Berlin Steglitz-Zehlendorf

Steglitz-Zehlendorf ist mit seinen sieben Ortsteilen ein Mammutbezirk. Über 300.000 Menschen leben im Südwesten Berlins - zwischen Bierpinsel und Krumme Lanke, zwischen "Thermometersiedlung" und Dahlems "Deutschem Oxford", zwischen Liebermann-Villa und Haus der Wannseekonferenz. Steglitz-Zehlendorf ist nur an wenigen Plätzen abgrundtief hässlich und an vielen umwerfend schön.