- Berührungen - Sexualassistenten bei der Arbeit

Sexualität ist heute kein Tabu mehr. Wir sind umgeben von nackten Körpern - in der Werbung, in Filmen, auf Plakaten und Zeitschriften. Fast durchweg sind es schöne, meist junge Körper. Ihnen gestehen wir Erotik und Sexualität zu. Doch wo bleiben die Menschen, deren Körper nicht diesem Ideal entspricht? Behinderte und alte Menschen?

Langsam findet ein Umdenken statt. Es wird wahrgenommen, dass auch Behinderte und alte Menschen keine asexuellen Wesen sind. Es gibt Angebote, ein neues Berufsbild ist entstanden: die Sexualbegleiter und Begleiterinnen. Doch ihre Tätigkeit ist umstritten. Prostitution sagen die einen, denn für die intime Begegnung muss gezahlt werden. Nein, sagen die anderen, denn es stehe nicht die sexuelle Handlung im Mittelpunkt, vielmehr gehe es um Sinnlichkeit und Berührung. Der Film erzählt von den Wünschen und Bedürfnissen behinderter Menschen und stellt zwei Sexualbegleiterinnen vor: wie sie mit ihren Kunden umgehen und auf welche Vorurteile und Widerstände sie stoßen.

„Ich bin nicht anders als die anderen!” sagt Torsten, der im Rollstuhl sitzt. „Auch ich sehne mich nach Zärtlichkeit, Intimität und Sexualität! Mit wem spreche ich darüber? Mit meinen Eltern? Mit Freunden?” Sexuelle Bedürfnisse werden behinderten Menschen in der Regel nicht zugestanden, mehr noch, sie werden ihnen abgesprochen. Doch es gibt Menschen wie Nina, Edith und Ronald, die das anders sehen. Sie nennen sich Sexualassistenten. Ist das nun Prostitution?

Torsten ist sich bewusst, dass diese sexuellen Begegnungen nicht das sind, was er sich unter Liebe und Partnerschaft ersehnt, aber er kann und möchte auf die Begegnungen mit Edith nicht mehr verzichten. Auch Christine vermisst die Zweisamkeit in ihrem ansonsten ausgefüllten, selbstbestimmten Leben. Beide eint die Entscheidung, solange das große Ziel in ihrem Leben nicht realisierbar ist, wollen sie ihre Wünsche nach Zärtlichkeit und Berührung nicht negieren: Sie nehmen Kontakt auf zu Sexualassistenten.

„Sexualbegleitung ist eine bezahlte sexuelle Dienstleistung!”, sagt Nina de Vries, die Pionierin der Sexualassistenz in Deutschland. Der Film erzählt von den Wünschen von Christine und Torsten, er zeigt aber auch, welche Fähigkeiten und Empathie es bei den Sexualassistenten braucht, sich auf ihre Klienten einzulassen. Berührungen sind ihre Arbeit. Berührungen sind schon seit Adam und Eva die elementarste Rückversicherung, dass man lebt. Auch deshalb sind sie so wichtig.

Film von Mechthild Gaßner
Erstausstrahlung 2.12.2018/rbb

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imago/Rainer Weisflog

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