Bau eines "parasitären Hauses" in Bernau (Bild: rbb)
rbb/Kobalt
Bild: rbb/Kobalt

Astrid Frohloff sucht Ideen für bezahlbares Wohnen - Besser geht immer

Wie können wir uns Wohnen noch leisten? In ihrer Reportage-Reihe "Besser geht immer‘" sucht Astrid Frohloff nach neuen Ideen für ein bezahlbares Zuhause. Und findet sie: Auf dem Wasser, über und unter der Stadt. An den erstaunlichsten Orten in Europa und überraschenderweise auch direkt vor unserer Haustür.

Astrid Frohloff im Gespräch mit dem Architekt des schwimmenden Stadtviertels „SchoonSchip“, Sascha Glasl (Bild: rbb)
Astrid Frohloff im Gespräch mit Sascha Glasl, Architekt des schwimmenden Stadtviertels „SchoonSchip“

Nicht jammern, sondern machen! Klingt einfach, ist einfach. Das beweisen die beeindruckenden Geschichten vieler kreativer Menschen, die Astrid Frohloff auf ihrer Reise durch Deutschland und Europa trifft. In ihrer Reportagereihe "besser geht immer" sucht sie diesmal: Ideen für bezahlbares Wohnen. Eine gute Wohnung oder die eigenen vier Wände – wie können wir uns das künftig noch leisten?

In Berlin und vielen Städten Brandenburgs ist das eine brennende soziale Frage. Allen ist klar, wir brauchen dringend mehr Wohnraum, um Mietexplosionen zu verhindern. Andere Städte haben faszinierende Modelle entwickelt, wie man schneller, günstiger und nachhaltiger bauen kann. Können wir uns davon eine Scheibe abschneiden? Helsinkis jüngster Stadtteil "Jätkassari" ist ein gigantisches buntes Experiment. Hier probieren die Finnen das Wohnen der Zukunft aus. Jedes Haus hat eine andere Bauweise und ein anderes Finanzierungsmodell. Generationenhäuser stehen neben Studentenheimen, Gutverdiener leben neben Geringverdienern. Die Stadt gewährt Architekten und Bauherren enorme Spielräume. "Wir haben keine Wahl", sagt die Stadtplanerin Elina Eskelä, "wir müssen angesichts unserer stark wachsenden Stadt einfach nach neuen Lösungen suchen". Und die hat die Stadt sogar im Untergrund gefunden. Eine Stadt unter der Stadt beherbergt das, was man oberirdisch nicht haben möchte: Heizkraftwerke, LKW-Liefer-Verkehr, Müllsammelsysteme. So bleibt oben mehr Platz zum Bauen.

Astrid Frohloff im Gespräch mit dem dänischen Architekt des „Berliner Dachkiez“, Sigurd Larsen (Bild: rbb)

Auch die Holländer gehen beeindruckende Wege, um günstiges Bauen in der Stadt möglich zu machen: Mitten in Amsterdam ist jetzt ein neuer schwimmender Stadtteil entstanden. "Wir müssen mit und auf dem Wasser bauen, nicht dagegen", erzählt der deutsche Architekt Sascha Glass, der das nachhaltige Vorzeigeprojekt entworfen hat. Eine Idee womöglich auch für Berlin? Die Wasserflächen der Hauptstadt sind größer als die von Amsterdam! Quadratisch, praktisch, günstig: Das ist der preisgekrönte Bremer Punkt.

Ein würfelartiger kleiner Wohnblock, der mitten in den Bestand gebaut werden kann. So verschafft die Stadt auf einfache Weise älteren Menschen eine kleinere und vor allem barrierefreie Wohnung, ohne dass sie aus ihrem Viertel wegziehen müssen. Bauzeit: nur eine Woche. Der Berliner Platte aufs Dach steigen will der dänische Architekt Sigurd Larsen. Um das enorme Potential leerer Dachflächen zu nutzen, hat er den "Dachkiez" entworfen: ein Modell für ein ganzes Wohnviertel auf dem Dach – samt Park. "Es ist deutlich günstiger und nachhaltiger dort zu bauen, wo die Infrastruktur schon da ist", sagt Larsen.

Besser geht immer - Moderatorin: Astrid Frohloff, Foto: Steph Ketelhut

Viele Berliner schauen sich inzwischen auch außerhalb der Hauptstadt um. Nicht Kuhdorf sondern Ko-Dorf: Eine gute Zugstunde von Berlin-Mitte entfernt wollen Städter den Traum vom Landleben 4.0 verwirklichen. "Berlin ist in kurzer Zeit sehr teuer geworden", sagt Frederik Fischer, der Gründer des urbanen Dorfes, das nicht nur Co-Living, sondern auch einen Co-Working-Space bietet. Astrid Frohloff zeigt in ihrer neuen Folge der Reportage-Reihe "besser geht immer", dass das Wohnen der Zukunft von Stadtplanern und politischen Entscheidern viel mehr Mut und Experimentierfreude verlangt als bisher. Dabei helfen gute Vorbilder. Astrid Frohloff: "Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen." Produzent ist die Kobalt Documentary GmbH.

Erstausstrahlung: 03.12.2019/rbb

Gemüsekiste, Foto: imago/Ini1110/Photocase
imago/Ini1110/Photocase

Unterwegs mit Lebensmittelrettern - Teller oder Tonne

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.

Hochwald im Herbst bei Gegenlicht. (Quelle: imago images / alimdi)
imago images / alimdi

Ein Jahr im Wald - Leben unter Bäumen

Seelensdorf – ein kleiner Ort im Wald des Domstifts Brandenburg. Hier leben 35 Einwohner, umgeben von 1.900 Hektar Wirtschaftswald aus Kiefern, Eichen, Buchen, Lärchen und Erlen. Mitten drin: Hirsche, Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. Es fährt kein Bus, es gibt keinen Laden, dafür aber ein Sägewerk mit sieben Mitarbeitern. Das ist das Reich von Förster Friedrich Hinz.

Ziegen vom Karolinenhof in der Prignitz © rbb/Sarah Spindler
rbb/Sarah Spindler

Auf der Milchstraße durch Brandenburg - Alles Käse!

Durch Brandenburger Alleen schlängelt sich die Deutsche Milch- und Käsestraße. Sie führt zu kleinen und größeren Höfen, die man sonst vielleicht gar nicht entdecken würde. Dort wird noch nach alter Tradition Käse gemacht. Und jetzt gerade gibt es überall auch Nachwuchs.

Pandazwillinge an ihrem ersten Tag vor der Öffentlichkeit in ihrem Gehege, Bild: imago images / Pacific Press Agency
imago images / Pacific Press Agency

Pit und Paule - die Pandajungen aus Berlin

Es gibt ein Wiedersehen mit den Pandazwillingen Meng Yuan und Meng Xiang - von den Berlinern liebevoll Pit und Paule genannt.

Eine Engelsfigur der Nikolaikirche schaut über die Havelllandschaft nahe der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.
Quelle: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa

Potsdam und Europa - Eine Entdeckungstour

Als Sehnsuchtsorte der Herrschenden gebaut, wird das Stadtbild Potsdams heute von europäischen Einflüssen geprägt. In kaum einer anderen deutschen Stadt ist der Kontinent derart konzentriert erlebbar.