Bilderbuch - Berlin-Neukölln: Klunkerkranich, Foto: rbb/Axel Friedrich
rbb/Axel Friedrich
Bild: rbb/Axel Friedrich

- Bilderbuch - Berlin-Neukölln

Berlin-Neukölln ist der gegensätzlichste Stadtteil von Berlin: Hip, trendy, kreativ und arm, verwahrlost und kriminell. Von der Sonnenallee - der "arabischen Straße Berlin" bis hin zum dörflich-grünen Böhmisch Rixdorf. Alles in einem - nebeneinanderher und miteinander verwoben.

Bilderbuch - Berlin-Neukölln: Das Stadtbad, Foto: rbb/Eva Demmler
Bild: rbb Presse & Information

Seit Beginn seiner Geschichte ist Neukölln von Einwanderung geprägt. Heute leben hier Menschen aus über 160 Nationen. Immer wieder ist es in den Schlagzeilen, das Neukölln innerhalb des S-Bahn-Rings: Clankriminalität, Gewalt an Schulen, Verwahrlosung der Jugend.

Dabei hat der Stadtteil so viele außergewöhnliche und spannende Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel auf der Sonnenallee, einer der drei Hauptschlagadern Neuköllns. Sie gilt als die "arabische Straße Berlins" und lebt doch von starken Gegensätzen.

Hier stößt unter dem Dach der Nummer 35 Tradition auf Moderne. Auf der einen Seite betreibt Deniz Agaoglu eine moderne Coffee-Bar und bewirtet das "hippe" Berlin.

Auf der anderen, in guter Nachbarschaft: "Simone’s kleine Kneipe". Kaffee gibt es hier auch – allerdings schwarz und gefiltert. Und wenn der Abend fortschreitet, vermischt sich hier Jung und Alt und es ist egal, ob der Kaffee mit oder ohne Milchschaum getrunken wird.

Wer nun meint, in Neukölln werde nur gefeiert, der sollte den Sportverein "Tasmania" besuchen. Die Zehnjährigen der Fußball-E-Jugend leben das Multikulti ihres Bezirks mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit, wenn auch manchmal das Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen und sozialer Hintergründe nicht ganz ohne Reibung funktioniert.

Im nahe gelegenen Schillerkiez, der aufsteigenden Trend-Ecke von Neukölln, häkeln Migrantinnen beim Modelabel "Rita in Palma" an kunstvollen Modeaccessoires und ihrer eigenen Unabhängigkeit.

Hier in Neukölln befindet sich auch das Bad, das der letzte Kaiser bauen ließ, aber nie selbst nutzte, ein Park, der nach Hasen benannt wurde, aber heute Kaninchen beherbergt und eine Anglergruppe, die nicht im Trüben, wohl aber auf dem Trockenen fischt. Neukölln steckt voller Überraschungen, spannender Geschichten, interessanter Menschen und schöner Ecken.  

Film von Eva Demmler und Axel Friedrich
Erstausstrahlung 09.06.19/rbb

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imago images / Panthermedia

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Bilderbuch - Berlin-Neukölln: Klunkerkranich, Foto: rbb/Axel Friedrich
rbb/Axel Friedrich

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