Das Haus am Glienicker See: Coloriertes Foto aus den 20er Jahren, Foto: rbb
Bild: rbb Presse & Information

Auf Spurensuche an einem geschichtsträchtigen Ort - Das Haus am Glienicker See

Das kleine Holzhaus am See von Groß Glienicke ist fast 100 Jahre alt. In ihm spiegelt sich deutsche Geschichte, das Schicksal von Menschen und Familien wider. Denn das Haus stand stets an vorderster Front der historischen Ereignisse: Gebaut durch die jüdische Familie Alexander, wird es in der Zeit des Nationalsozialismus enteignet und später wird hinter der Terrasse des Hauses die Mauer gebaut.

Das Haus am Glienicker See: Thomas Harding, Foto: rbb
Thomas Harding, der Urenkel

Der britische Urenkel der Erbauer-Familie, Thomas Harding, sucht nun die Spuren dieses Ortes. Lediglich ein paar Tapetenreste und abgeblätterte Farbe erinnern an die bunten, lebhaften Geschichten, die er immer über das "Sommerhaus in Glienicke" von seiner Großmutter Elsie Alexander gehört hatte.

Ihr Vater, Dr. Alfred Alexander, Präsident der Berliner Ärztekammer, war Privatarzt prominenter Patienten wie Albert Einstein oder Max Reinhardt mit renommierter Klinik an Berlins nobler Kaiserallee. Wenn es im Frühsommer heiß und die Luftverschmutzung unerträglich wurde, verließ die Familie ihr herrschaftliches Apartment in der quirligen Hauptstadt.

Das Feriendomizil am Glienicker See war ein Rückzugsort - mit hölzernen Fensterläden, Hühnerstall und Korbstuhlterrasse. Um die inzwischen verfallene Datsche vor dem sicheren Verfall zu retten, recherchierte Thomas Harding deren Geschichte und hat darüber ein Bestseller-Buch geschrieben.

"Das Haus am Glienicker See" handelt nicht nur von den Menschen, die in dem Haus gelebt, es geliebt und verloren haben. Es handelt nicht nur von häuslichen Triumphen und Tragödien, von Hochzeiten und Geburten, Verrat und Krankheit. Es zeigt die Geschichte Deutschlands in einem turbulenten Jahrhundert.

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Erstausstrahlung 12.12.2017/rbb

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