Autofahrer stehen auf der Berliner Stadtautobahn A 100 im Stau (Bild: dpa)
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- 24 h Stadtautobahn

Die A100 ist die Hauptverkehrsschlagader Berlins. Die rbb Reporter waren bei Menschen, die mit und an der Stadtautobahn leben und arbeiten.

Die Berliner Stadtautobahn ist 22 Kilometer lang und führt mitten durch die Stadt. Fast 200.000 Autos nutzen sie täglich. Damit gehört sie zu den meist befahrenen Straßen der Republik. Beinahe täglich gibt es Staus.

Spätestens ab 6:30 Uhr ist er auf der Fahrbahn unterwegs. Sven Kahnt ist Oberkommissar bei der Autobahnpolizei. Morgens im Berufsverkehr ist die Hölle los. "Besonders schlimm ist der Montagmorgen", sagt er. "Da gibt es die meisten Unfälle und Liegenbleiber. Die Leute sind mit dem Kopf noch im Wochenende." Die rbb Reporter begleiten Kahnt und seinen Kollegen durch das morgendliche Chaos.

Stadtautobahn Berlin, Quelle: rbb

Auch in der Verkehrsleitzentrale im Tempelhofer Flughafengebäude ist man bereits hellwach. In Berlin sind die 3,45 Millionen Einwohner mit 1,2 Millionen PKW, 90.000 Motorrädern und 87.000 LKW und Bussen unterwegs. Volker Gleich ist Schichtleiter im Kontrollraum. Hier sieht er auf den Monitoren die Verkehrslage in der ganzen Stadt. Besonders im Blick hat er die A100, die mit ihren Tunneln zur Staufalle für die Berufspendler werden kann. Mit Teilsperrungen und Ampelschaltungen versucht er, den Verkehr im Fluss zu halten und Gefahrensituationen zu vermeiden.

Stadtautobahn Berlin, Quelle: rbb

Währenddessen bekommt Hausmeister Kirschbaum von der Stadtautobahn gar nichts mit. Und das obwohl er sich gerade genau über ihr befindet. Kirschbaum arbeitet in der Schlangenbader Straße. Der riesige Wohnkomplex mit 1200 Wohnungen wurde in den 70ern direkt über ein Teilstück der Autobahn gebaut. Die Fahrbahn führt quasi durch den dritten Stock des Gebäudes. Mit Hausmeister Kirschbaum geht es auf Erkundungstour durch die "Schlange".

Direkt unter der Autobahnbrücke parkt Valerie ihren Wagen. Unmittelbar neben der A100, am Heidelberger Platz, beginnt sie ihren Job. Dort arbeitet die 18‑Jährige als Prostituierte im Edelbordell "van Kampen". Mit ihr erhalten wir einen Einblick in das Etablissement. Der Standort direkt an der Autobahn sei ein riesiger Vorteil, sagt der Inhaber des "van Kampen". Die Kunden, vor allem Geschäftsleute, kommen direkt von der A100, parken in der Tiefgarage eines Supermarktes im gleichen Gebäude und können diskret über einen Aufzug ins Bordell fahren.

Natürlich sind die rbb Reporter auch dabei, wenn die große Straße gereinigt wird und sie sprechen mit dem "Aktionsbündnis A 100 stoppen". Denn die Magistrale soll Richtung Osten der Stadt ausgebaut werden.

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