Zungenblutwurst mit Plastikschweinchen, Quelle: imago/Steinach

Schlachtefest in Berlin und Brandenburg - Blutwurst, Speck und tote Oma

Der Herbst ist traditionell Schlachtefestsaison. In brandenburgischen Dörfern wie Ströbitz, aber auch in Berlin sind ganze Familien damit beschäftigt. Mehrere Tage verbringen sie mit der Herstellung von Blutwurst, Wellfleisch und dampfender Brühe. Morgens packen alle mit an und abends wird gegessen. Mahlzeit!

Ein ebenso anstrengendes wie geselliges Ritual, zumal in Zeiten, in denen es für Verbraucher immer wichtiger wird zu wissen, woher das Fleisch auf dem Teller stammt. Der Film stellt u. a. Rene Halbasch aus Drachhausen vor. Sein Vorgänger, der alte Konzack, blickt mit seinen 81 Jahren auf 5.500 Schweinschlachtungen zurück. Das reicht, um auch mal junge Leute wie Rene ranzulassen. Der ist jetzt Mitte 30 und wird in dieser Saison in Ströbitz das Messer wetzen.

Schlachtefeste erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit - auch in Berlin. In der Hauptstadt der Veggies und Hipster versucht ein Fleischer, das traditionelle Handwerk in moderne Gewänder zu hüllen: Schweinefleisch als Event in der Schaumetzgerei. In der Kreuzberger Marheineke Markthalle hat Jörg Förstera Fleischiges und das Schlachten wieder salonfähig gemacht. Der Spreewälder hat es von den Eltern gelernt. Dass er nun bei seiner Berliner Kundschaft dafür wirbt, gehört für ihn zur Tradition.

Auf unterhaltsame Weise zeigt der Film, dass der Unterschied zwischen Stadt und Land in vielen Dingen groß sein mag, Fleischeslust aber bringt alle wieder zusammen. Morgens packen alle mit an und abends wird gegessen.

Film von Theresa Majerowitsch und Felix Krüger

Erstausstrahlung am 11.11.2017/rbb

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