Sieghard Wolter, André Kassube, Dr. Felix Biermann, Mike Fenner und Frank Georgi. © rbb/Frank Eggers
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Sieghard Wolter, André Kassube, Dr. Felix Biermann, Mike Fenner und Frank Georgi. | Bild: rbb Presse & Information

- Die Schatzsucher

Wenn im Herbst beim Pflügen alte Scherben auftauchen, sind sie mit Sonde und Spaten zur Stelle: Laien-Archäologen, die nach Schätzen suchen. Das Laufen mit der Sonde wird immer beliebter. Mitmachen darf jeder, der sich für Geschichte interessiert und bereit ist, sich für die Aufgaben zu qualifizieren. Die rbb Reportage begleitet die Schatzsucher bei Grabungen und Sondengängen durch ein Jahr.

Sieghard Wolter ist lizensierter Sondengänger. © rbb/Frank Eggers

Ausgerüstet mit Metallsuchgeräten sichern und dokumentieren die Laien-Archäologen alles im Auftrag des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege. Auf Gold-, Silber- oder Bronzefunde hofft dabei natürlich jeder der Schatzsucher, doch erzählen auch alte Armbrustbolzen, Knochen und Scherben spannende Geschichten von den früheren Bewohnern Brandenburgs.

Sieghard Wolter ist lizensierter Sondengänger. © rbb/Frank Eggers

Unter den "ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern" ist Sieghard Wolter fast ein Star. Anfang 2014 konnte er an der Havel einen bedeutenden Münzschatz bergen. 3000 Silbermünzen befanden sich in einem Tontopf. Bei einer Nachgrabung wurden noch einmal einige hundert Brandenburger Denare gefunden.

Auch Frank Slawinski ist ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger - und findet Schätze. Er hat bei Lebus im Oktober 2015 gut 2300 Silbermünzen aufgespürt. Auch sie vergraben in einem Krug, vor langer Zeit. So haben "Ehrenamtliche" in den vergangenen Jahren ein gutes Dutzend Münzschätze geborgen und zur Freude der Archäologen in Zossen abgeliefert, im Landesamt für Denkmalpflege.

Schon unsere Vorfahren interessierten sich für schöne Seegrundstücke. © rbb/Frank Eggers
Schon unsere Vorfahren interessierten sich für schöne Seegrundstücke.

Das Laufen mit der Sonde wird immer beliebter. Die Lehrgänge des Landesamtes sind gut besucht. Mitmachen darf jeder, der sich für Geschichte interessiert und bereit ist, sich für die Aufgaben zu qualifizieren. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Am Schluss muss bei der Archäologischen Gesellschaft Berlin/ Brandenburg eine Prüfung absolviert werden.

Gefundener Schatz. © rbb/Sieghard Wolter
Gefundener Schatz.

In Deutschlands Flächenländern sind hunderte ehrenamtliche Schatzsucher im Einsatz: In Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern sind es z. B. rund 200, in Thüringen etwa 350, in Sachsen und Brandenburg jeweils 120 Personen, in Berlin etwa 100.

Film von Frank Eggers

Erstausstrahlung vom 07.01.2017/rbb

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